Ausstellung zum Rosensteinviertel in der Kirche St. Maria Foto: Julia Schramm

Eine Ausstellung zum städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein-Quartier ist bis Ende Oktober in der Kirche St. Maria zu sehen. Die Bevölkerung soll bei der Entwicklung des Viertels mitmischen.

Stuttgart -  Die „Maker-City“ – damit sind Wagenhallen und Umgebung gemeint – soll zum Stadtlabor werden, das von den Bewohnern nach und nach entwickelt wird. Die Erweiterung des Europaviertels in Richtung Schlossgarten zeigt eine gegliederte Parkkante mit Terrassenplätzen. Und das Rosensteinviertel nimmt zwar das Motiv der Stuttgarter Blockbebauung auf, allerdings weiterentwickelt in wesentlich kleinteiligere Parzellierungen. Der Gleisbogenpark wiederum verbindet wie ein Rückgrat das neue Stadtviertel mit dem Nordbahnhofviertel.

Die beschriebenen Quartierslösungen sind auf der Einreichung zu finden, die beim international und offen ausgeschriebenen städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein den ersten Platz machte. Konzipiert haben diesen asp Architekten aus Stuttgart alias Cem Arat, Markus Weismann und Karsten Schust zusammen mit Koeber Landschaftsarchitektur: Ihre Pläne und ein Modell, wie das künftige Rosenstein-Quartier entwickelt werden könnte, ist nun in der Kirche St. Maria zu sehen. Ausgestellt werden alle eingereichten Arbeiten des Wettbewerbs – aus der ersten und zweiten Phase –, außerdem die Überarbeitungen des ersten und zweiten Platzes. Letzteren bekleiden Laux Architekten und Stadtplaner aus München.

Stadtteil hängt von Stuttgart 21 ab

Bis der Stadtteil Rosenstein steht, kann es bis 2030 dauern, da er vom Fortgang des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 abhängt. „Wir haben hier die Chance, sinnvoll ein nachhaltiges Stadtviertel zu kreieren“, so Detlef Kron, Leiter des Amts für Stadtplanung und Wohnen. Das beginne bei Plus-Energie-Häusern und gehe bis zu Mobilitäts-Apps, die auch dazu beitrügen, dass man kein Auto brauche. Nicht zu vergessen die Kultur, so sind in den Entwürfen Orte für das Lindenmuseum oder eine Konzerthalle vorgesehen. Für die Parzellen soll es dann – ähnlich wie im Olgaareal – Konzeptausschreibungen geben. Nun könnten Stuttgarterinnen und Stuttgarter die Pläne in der Schau diskutieren.

St. Maria als Galerie: Ausstellung zum städtebaulichen Wettbewerb Rosenstein, bis 25. Oktober täglich – außer 3. Oktober – zwischen 10 und 18 Uhr Tübinger Straße 36.
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