Ein neuer Mast soll die Netzqualität im Asemwald verbessern. Foto: dpa/Stefan Sauer

Ob der geplante Mobilfunkmast mehr oder weniger direkt neben den Bolz- und Tennisplätzen in Stuttgart-Asemwald stehen wird, ist unklar. Es gibt nämlich noch eine andere Idee.

Asemwald - Der im Asemwald geplante Mobilfunkmast der Deutschen Telekom lässt die Anwohner auf ein besseres Netz hoffen. Gleichzeitig bereitet er manchen aber auch Sorgen wegen der Strahlung. Bereits bei der Vorstellung des Projekts im November 2020 im Bezirksbeirat Plieningen/Birkach haben sich die meisten Wortmeldungen zu diesem Thema um den Mindestabstand gedreht.

Von dem Kindergarten in der Wohnstadt soll der neue Mast etwa 280 Meter entfernt sein. Damit werden laut Deutscher Telekom die Grenzwerte bei Weitem eingehalten. Allerdings: Der Mobilfunkmast soll mehr oder weniger direkt neben dem Tennisplatz und dem angrenzenden kleinen Bolzplatz aufgestellt werden. „Als Bewohner des Asemwalds und Vater zweier kleiner Kinder sehe ich dies kritisch beziehungsweise scheint dies auch in der Planung überhaupt nicht beachtet worden zu sein“, sagt ein Bewohner gegenüber unserer Zeitung.

Betreiber: Grenzwerte werden eingehalten

Auf Nachfrage verweist die Deutsche Funkturm GmbH als künftiger Betreiber des Funkmasts – wie bereits bei der Vorstellung der Planungen – auf die Genehmigungspflicht der Bundesnetzagentur. Diese habe die Aufgabe, elektromagnetische Felder von Funkanlagen auf Grundlage der gesetzlichen Grenzwerte zu überwachen. Nur wenn diese Grenzwerte eingehalten würden, werde der Standort des Masts genehmigt. „Das deutsche Genehmigungsverfahren für den Mobilfunk ist weltweit eine der umfassendsten Methoden zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern“, sagt eine Sprecherin der Deutschen Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. So werde auch zum Bolzplatz am Asemwald der nötige Abstand eingehalten.

Direkt auf einem Hochhausdach?

Ob der Mobilfunkmast tatsächlich neben dem Tennisplatz stehen wird, ist derzeit noch unklar. Aktuell wird mit der Stadt Stuttgart und der Hausverwaltung des Asemwalds geprüft, ob der Mast vielleicht auf einem der Hochhausdächer installiert werden könnte. Das hätte laut Deutscher Telekom den Vorteil, dass er zentraler stünde und ein größeres Gebiet versorgen könne. Den frei stehenden Mast neben dem Tennisplatz bezeichnet die Deutsche Funkturm GmbH derzeit lediglich als „mögliche Alternative“.

Der neue Mobilfunkmast soll die Wohnstadt Asemwald sowie die Verbindungsstraßen in diesem Gebiet mit einem besseren Netz für mobile Daten versorgen als bisher. Damit baut die Deutsche Telekom ihr LTE-Netz aus. Die Technologie 5G ist für diesen Standort nicht geplant, der Mast könnte bei Bedarf jedoch nachgerüstet werden.

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