Die Feuerwehr hat Anfang März ein totes Kalb aus der Murr in Kirchberg geborgen. Foto: 7aktuell.de/Kevin Lermer

Ein totes Kalb ist Anfang März in der Murr entdeckt worden – die Todesursache war zunächst ebenso unklar wie die Herkunft des Tieres. Nun hat eine Untersuchung Klarheit gebracht.

Waiblingen - Das Rätsel um das Kalb, das Anfang März tot aus der Murr geborgen wurde, ist gelöst. Wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilte, haben genetische Untersuchungen ergeben, dass das Tier aus der Herde eines Halters aus Kirchberg an der Murr stammte.

Auch zur Todesursache gibt es neue Erkenntnisse: Es sei davon auszugehen, dass das Kalb bereits sehr schwach zur Welt gekommen war und kurz nach der Geburt verstarb. Denn eine pathologische Untersuchung habe ergeben, dass die Lunge des Tieres kaum beatmet war, so der Behördensprecher. Hinweise darauf, dass das Kalb ertrunken sein könnte, fanden sich bei der Untersuchung hingegen keine – ebenso wenig wie Verletzungen.

Das Verschwinden fiel zunächst nicht auf

„Dass ein Kalb schwach zur Welt kommt und kurz nach der Geburt verstirbt, ist natürlich tragisch, kommt aber in jeder Tierhaltung hin und wieder vor. Selbst wenn der Tierhalter anwesend gewesen wäre, hätte er für das Überleben des schwachen Kalbes wohl nichts tun können“, erklärte der Pressesprecher. Vermutlich habe die Mutter für die Geburt einen Platz abseits der Herde in der Nähe des Flusses gesucht. Von dort aus könnte ihr totes Kalb dann ins Wasser gerutscht sein.

Der Tierhalter, über den sich Spaziergänger schon mehrmals beim Veterinäramt beschwert haben, hatte davon zunächst wohl nichts mitbekommen. Er erklärte damals, das Kalb stamme nicht aus seiner Herde. Tatsächlich, so der Sprecher des Landratsamt, habe es sich um eine Zwillingsgeburt gehandelt: „Das zweite Kalb ist wohlauf. Dass es Zwillinge werden, war dem Halter vermutlich nicht bekannt.“ Darum fiel das Verschwinden nicht auf.

Der Mann bestätigte dies gegenüber unserer Zeitung und erklärte, dass Zwillingsgeburten bei der Rasse Limousin sehr selten seien. „Es ist auch nicht zu hundert Prozent sicher, dass das Kalb nach der Geburt überhaupt gelebt hat“, sagte er.

  
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