Michael Fink (li.), hier noch im Dress des SV Waldhof Mannheim, in einem Zweikampf gegen den damaligen VfB-II-Spieler Matthias Zimmermann: Der Ex-Bundesligaprofi steht mit Hessenligist FC Gießen vor dem Direktaufstieg in die Regionalliga-Südwest. Foto: Baumann

Die Stuttgarter Kickers stecken mittendrin im heißen Kampf um die Meisterschaft. In den anderen beiden Oberligen stehen die Direkt-Aufsteiger in die Regionalliga Südwest so gut wie fest, das Rennen um Platz zwei ist dagegen in allen drei Ligen spannend. Eine Übersicht zu den Aufstiegskandidaten.

Stuttgart - Vier Spieltage stehen in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg noch auf dem Programm – und entschieden ist an der Tabellenspitze noch herzlich wenig. Spitzenreiter Stuttgarter Kickers liegt zwei Punkte vor dem Bahlinger SC und vier Punkte vor dem FSV 08 Bissingen. Auf den SGV Freiberg und den FC Nöttingen haben die Blauen schon jeweils acht Zähler Vorsprung. Der Meister steigt direkt auf. Der Vize-Meister bestreitet Aufstiegsspiele.

Spannendes Duell in Bissingen

Die ersten drei der Tabelle dürften die beiden ersten Plätze untereinander ausmachen. Dieser Samstag könnte richtungsweisenden Charakter haben: In Bissingen kommt es um 15.30 Uhr zum direkten Duell FSV 08 Bissingen gegen Bahlinger SC. Die beiden besten Rückrundenteams treffen dabei aufeinander – und für Bissingens Coach Alfonso Garcia steht fest: „Bahlingen ist fußballerisch das Beste, was die Liga zu bieten hat.“ Die Kickers wiederum treten an Samstag (15 Uhr) beim Tabellen-Siebten FC 08 Villingen an. Die Blauen hoffen auf einen Sieg beim Team von Trainer Jago Maric (und auf ein Unentschieden in Bissingen) – damit wären sie dem Direktaufstieg einen großen Schritt näher gerückt.

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FC Gießen vor Direktaufstieg

Die anderen beiden Direktaufsteiger in die Regionalliga Südwest stehen schon so gut wie fest. Der FC Gießen steht in der Hessenliga neun Zähler vor den punktgleichen Teams KSV Hessen Kassel und FC Bayern Alzenau. Gewinnt Gießen an diesem Samstag gegen den FSC 1924 Lohfelden ist die Meisterschaft auch theoretisch sicher. Die finanzstarken Gießener werden von Daniyel Cimen, dem früherer Profi von Eintracht Frankfurt, trainiert. Sein verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist sein Trauzeuge Michael Fink (37). Der gebürtige Waiblinger lernte das Fußball-ABC in der VfB-Jugend und machte danach Karriere bei Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt und Besiktas Istanbul. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist in Gießen sogar das Potenzial für die dritte Liga da“, sagt Fink, der auch als Scout für den Verein tätig ist. Ebenfalls Stuttgarter Vergangenheit hat beim FC Gießen Timo Cecen, der beim VfB in der Jugend und in der zweiten Mannschaft spielte.

Rot-Weiß Koblenz fast durch

In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar steht Rot-Weiß Koblenz unmittelbar vor dem Direktaufstieg. Die Mannschaft von Trainer Fatih Cift hat neun Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierte TSG Pfeddersheim. Das Rennen um Platz zwei ist sehr spannend. Nur einen Punkt hinter Pfeddersheim liegen Röchling Völklingen und der FV Engers. Zwei Zähler dahinter folgen Eintracht Trier und der TuS Mechtersheim.

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Kassel vor 15 488 Zuschauern

In der Hessenliga ist der Kampf um die Vize-Meisterschaft ein Duell zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem FC Bayern Alzenau. Beide Teams sind punktgleich und weisen fünf Zähler Vorsprung auf den SV RW Hadamar auf. Der KSV Hessen hat gegenüber Bayern Alzenau den Vorteil einer weitaus größeren Fan-Unterstützung. Der Zuschauerschnitt in Kassel liegt bei 2550. Alzenau, trainiert von Ex-Zweitligaprofi Angelo Barletta, kann im Schnitt daheim nur 456 Fans begrüßen. Im Stadtderby gegen den KSV Baunatal konnte Hessen Kassel am Ostermontag im Auestadion 15 488 Zuschauer mobilisieren. Eine beeindruckende Kulisse, wobei der angepeilte Oberligarekord verpasst wurde. Der liegt bei 18 300, aufgestellt 2011 im Spiel SV Waldhof Mannheim gegen FV Illertissen. Bekanntester Spieler im KSV-Team von Trainer Tobias Cremer ist Mahir Saglik. Den ehemaligen Erst- und Zweitligaspieler hat der KSV Hessen in der vergangenen Winterpause verpflichtet.

Termine für die Aufstiegsspiele zur Regionalliga Südwest

Erstes Spiel am Donnerstag, 30. Mai 2019, 14 Uhr

Vizemeister Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – Vizemeister Hessenliga

Bei Unentschieden oder Sieg des hessischen Vertreters im ersten Spiel geht es so weiter:

Zweites Spiel am Sonntag, 2. Juni 2019, 14 Uhr

Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg – Vizemeister Rheinland-Pfalz/Saar

Drittes Spiel am Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

Vizemeister Hessenliga – Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg

Bei Niederlage des hessischen Vertreters im ersten Spiel geht es so weiter:

Spiel am Sonntag, 2. Juni 2019, 14 Uhr

Vizemeister Hessenliga – Vizemeister Oberliga Baden-Württemberg

Spiel am Mittwoch, 5. Juni 2019, 19 Uhr

Vizemeister Baden-Württemberg – Vizemeister Rheinland-Pfalz/Saar

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