Schicke Schale, aber wenig Fahrgäste im Kern: X-1-Bus der SSB. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die auffällig gefleckten Busse der 2018 neu eingeführten Linie X 1 finden bisher wenig Fahrgäste. Nun reagiert der Nahverkehrsbetrieb.

Stuttgart - Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) nimmt Änderungen an der X-1-Buslinie vor. Sie steht wegen ihrer dürftigen Auslastung stark in der Kritik, die CDU in Bad Cannstatt hatte vor einer Woche die sofortige Einstellung gefordert. Die Linie war am 15. Oktober 2018 als neue Verbindung zwischen Bad Cannstatt und der Stuttgarter Innenstadt gestartet worden, um die parallel verkehrenden Stadtbahnen zu entlasten. Deren Kapazität soll bis 2025 durch die Verlängerung der Bahnsteige auf 80 Meter verdoppelt werden.

Linie erhält Zusatzhalt

Die X-1-Linie soll nun vom 15. April an einen Zusatzhalt auf Höhe der König-Karl-Passage in Bad Cannstatt erhalten, um dort Umsteiger von den Stadtbahnlinien U 1, 2, 13, 16 und U 19 aufzunehmen. Außerdem sollen vier der Kompakthybrid-Gelenkbusse ab Mai durch Solobusse ersetzt werden. Die Gelenkbusse sollen auf anderen Innenstadtlinien fahren. SSB-Aufsichtsratschef OB Fritz Kuhn (Grüne) sagte, man wolle kein vorschnelles Urteil über die Linie fällen. Sie werde täglich von 2550 Fahrgästen genutzt, 2020 sollten es 5000 sein. Die Linie X 1 dient der SSB auch als Experimentierfeld für neue Antriebe. Zunächst werden Hybridbusse von Volvo und der Daimler-Tochter Evo-Bus eingesetzt, dann sollen Batteriebusse und ab 2021 Batteriebusse mit Brennstoffzelle als Reichweiten-Verlänger getestet werden.

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