Arbeitgeberverband Südwestmetall „IG-Metall-Forderungen gefährden Arbeitsplätze“

Von red/dpa 

Stefan Wolf ist Vorsitzender von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverband im Südwesten. Foto: dpa
Stefan Wolf ist Vorsitzender von Südwestmetall, dem Arbeitgeberverband im Südwesten. Foto: dpa

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektrobranche fordern die Arbeitgeber ein Entgegenkommen der Gewerkschaft IG Metall.

Berlin/Böblingen - Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie pocht Südwestmetall-Chef Stefan Wolf weiter auf ein Entgegenkommen der Gewerkschaften. „Das, was die IG Metall uns auf den Tisch legt, das gefährdet eben die Arbeitsplätze und ist nicht im Sinne der Menschen“, sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“.

Die Gewerkschaft fordert in der Tarifauseinandersetzung Arbeitszeitsenkungen, während die Arbeitgeber flexiblere Zeitmodelle auch mit Ausweitung auf 40 Stunden durchsetzen wollen.

„Die Menschen wollen mehr arbeiten“

„Die Menschen wollen mehr arbeiten“, sagte Wolf. „Wenn wir über Volumensöffnungen nach oben mit der IG Metall sprechen können und sie sich da bewegt, dann können wir für Sondersituationen uns auch darüber unterhalten, wann man denn mal absenken kann.“

Zuvor hatte der Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, im „Morgenmagazin“ gefordert, die Arbeitgeber müssten nun endlich auf die Forderungen eingehen, statt nur zu sagen, was nicht gehe.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr

Die Gewerkschaft fordert für die 3,9 Millionen Metaller sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollten einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Arbeitgeber bieten zwei Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung.

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