Andrea Berg begrüßt ihre Fans auf gewohnt herzliche Weise. Foto: Gottfried Stoppel

Die Fans haben am Wochenende in Aspach das große Finale der Seelenbeben-Tour von Andrea Berg gefeiert. Bereits zum zwölften Mal begeisterte die Künstlerin rund 30.000 Fans in der Mechatronik-Arena.

Aspach - Vor großer Kulisse in der Mechatronik-Arena in Großaspach hat Andrea Berg an diesem Wochenende die letzten beiden Auftritte ihrer Seelenbeben-Tour gefeiert. „Wir sind extra aus Zittau in Sachsen hierhergekommen, um mit Andrea das Finale ordentlich zu feiern“, erzählen zwei Fans, ausgestattet mit Fan-T-Shirts und Andrea-Berg-Schal. Die beiden machen eine Woche Urlaub in der Gegend und haben sich für den krönenden Abschluss Karten für das Heimspiel gekauft. Dabei sind die beiden Mitteldeutschen beim Großevent nahe Großaspach nicht jene, die längste Anreise gehabt haben.

Sie hätten beim Wandern im Murrtal einen Australier getroffen, erzählen die beiden, der auch für das Konzert nach Aspach gekommen sei. Andrea Berg scheint eine besondere Anziehungskraft auf manche Menschen zu haben. Und der Charakter ihres Heimspiel-Konzerts gefällt ihren Fans offenbar außerordentlich. „Das ist hier eine so familiäre Atmosphäre“, berichtet ein Mitglied einer Fangruppe aus dem Schönbuch. Es sei hier einfach etwas ganz Besonderes, was man bei Konzerten anderer Künstler nicht erleben würde, betont unterstützend ein Fan aus Bremen.

Heimspiel auf dem Fußballplatz

Am Freitagnachmittag öffnete die Mechatronik Arena ihre Pforten und die Fans strömten in das Heimstadion des Fußballvereins SG Sonnenhof Großaspach. Damit der Rasen, wo sonst der Ball rollt, den Abend gut übersteht, hatten die Veranstalter das Fußballfeld mit Plastikplatten abgedeckt, auf denen die gut gelaunten Fans die Gelegenheit nutzten, das Tanzbein zu schwingen.

Mit verschiedenen Vorbands groovten sich die Bergianer zielsicher auf ihr Idol ein. Die Spannung stieg derweil mit jedem Lied, und als schließlich DJ Bobo auf den Rängen gesichtet wurde, war allen klar, dass Andrea jeden Moment die Bühne betreten würde. Der Schweizer Eurodance-Star hatte mit Andrea Berg drei Songs für ihr Album „Seelenbeben“ produziert und auch schon einige Bühnenshows für sie designt.

Und dann war es soweit: Feuerfontänen und Glitzersalven erleuchteten die Bühne und plötzlich war sie da: Andrea Berg. Umringt von athletischen Tänzerinnen und Tänzern zog sie das Publikum in ihren Bann. Die Menschenmenge in der Arena tanzte und die Ränge schmetterten die Songtexte lauthals mit. Die Spannung hatte sich entladen, die Menschen waren begeistert von ihrem Star. „Ich habe mich so auf euch gefreut“, begrüßte Andrea Berg denn auch ihre Gäste, „wahnsinnig schön!“ Und dieses zwölfte Heimspiel sei nicht nur ein Heimspiel, sondern ein Finale, erklärte sie ihren Fans. Der Drache „Spinnstdu“, der als gigantisches Bühnenbild extra für die „Seelenbeben Live“-Tour gebaut worden war, werde nach dem Ende der Tour feierlich zersägt und in Einzelstücken gegen eine Spende an den Verein „Die Wiege“ veräußert. Noch sei es aber nicht soweit, erklärte die Künstlerin und rief das Publikum auf, gemeinsam mit ihr noch einmal den Song „Feuerreiter“ zu singen. Von der Großbildleinwand leuchtete ein flammendes Herz auf.

Mitsingen für die Zusammengehörigkeit

Das Schöne an so einem Heimspiel sei eben auch, so ein Fan aus Berlin, dass man all die bekannten Lieder der vergangenen Tour gut mitsingen könnte, und dabei käme es nicht so darauf an, ob der Ton stimmt, sondern einfach auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und die gute Stimmung. Die Fangemeinde aus Nah und Fern war sich einig: Von Andrea Bergs Heimspiel gehe eine besondere „heimelige“ Stimmung aus. „Wenn die Berg ruft, reisen wahre Fans von überall an.“

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