Der bayerische AfD-Vorsitzende Stephan Protschka mit A8-Plakat. Foto: Sandro Scheer

Der Vorsitzende des Gewerbevereins Gruibingen trommelt für den Albaufstieg an der A 8. Nun setzt er dabei auch auf die Unterstützung der AfD – auch wenn ein Foto mit der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel nicht zustande kam.

Gruibingen - Der Gewerbeverein Gruibingen kämpft seit Jahren für den Neubau des Albaufstiegs der A 8, erst im November hatte er eine Kundgebung in der Gemeinde organisiert. Auf der Suche nach weiteren Unterstützern ist der Vorsitzende Thomas Straub nun bei der AfD fündig geworden: Am Samstag war er bei der Kundgebung auf dem Göppinger Schillerplatz. Eigentlich wollte er dort Fotos mit Alice Weidel machen, der Fraktionschefin im Bundestag: „Das hätte ich vorgehabt, wenn es die Gelegenheit gegeben hätte“, sagt Straub.

 

Also gab er Plakate, die für den schnellen Ausbau der A 8 werben, dem Kreisvorsitzenden Sandro Scheer, der sie am Samstag mit zu einer großen AfD-Kundgebung nach Nürnberg nahm. Es entstanden Fotos unter anderem mit dem neuen bayerischen Landesvorsitzenden Stephan Protschka und dem Göppinger Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer. „Primär ist es um Frau Weidel gegangen, dass die sich damit fotografieren lässt“, sagt Straub zu den Bildern. Dass das Gruibinger Engagement von der AfD instrumentalisiert wird, glaubt der Vorsitzende des Gewerbevereins nicht: „Die Autobahn ist weder links noch rechts, sie soll einfach geradeaus gebaut werden.“ Er berichtet: „Wir haben es mittlerweile geschafft, dass sich Heike Baehrens (SPD) für uns stark macht, Hermann Färber (CDU) macht sich ebenfalls für uns stark. Von wem wir nichts hören, das sind die Grünen. Mit den Linken machen wir nichts.“ Straub ergänzt, auch die Linken-Politikerin Eva-Maria Glathe-Braun sei im Mail-Verteiler der Initiative.

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Der AfD-Kreisvorsitzende Sandro Scheer bedauert, das keine Fotos mit den AfD-Politikern Alice Weidel und Tino Chrupalla gemacht wurden, die Polizei habe vor einer „Bedrohungslage von links“ gewarnt. Dass der Gewerbeverein nun auf die AfD zugegangen ist, freut Scheer: „Es gehört viel Mut dazu, denn der Gewerbeverein riskiert nun eine soziale Ausgrenzung.“