Eine Affenmutter trägt ihr Baby unter dem Bauch. Foto: dpa/Felix Kästle

Babyzeit am Affenberg Salem am Bodensee - der Park rechnet in diesem Jahr mit bis zu 15 Jungtieren. Vermissen die Berberaffen im derzeit geschlossenen Gehege die Besucher?

Salem - Sie erkunden schon neugierig ihre Umwelt: Auf dem Affenberg in Salem am Bodensee gibt es den ersten Nachwuchs dieses Jahres. Bislang sei eine Handvoll Tierbabys geboren worden, es könnten aber bis zu 15 kleine Berberaffen werden, sagte Parkleiter Roland Hilgartner. Der Affenberg ist derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen, die Eröffnung ist für den 25. Mai geplant.

Vermissen die Affen die Besucher? „Die nicht, aber meine Mitarbeiter und ich schon“, sagte Hilgartner. Für die Berberaffen sei es kaum relevant, ob Menschen durch den Park liefen oder nicht - da die Besucher ohnehin nur in einen kleinen Bereich des weitläufigen Geheges dürfen. „Das hat keinen Einfluss auf ihr Verhalten.“

Wie können die Affen am Bodensee überleben?

Berberaffen sind in Marokko und Algerien beheimatet. Dort leben sie in Gebirgsregionen bis in Höhen von 2000 Metern. Die klimatischen Bedingungen seien denen am Bodensee sehr ähnlich, so dass die Berberaffen auch am Affenberg das ganze Jahr über im Freien leben könnten, erklärt der Parkleiter.

Der Fortbestand der Affen ist in ihrer Heimat teils bedroht - sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN). In dem rund 20 Hektar großen Salemer Waldgehege leben derzeit rund 200 der Tiere.

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