Solche Bilder wie bei der vergangenen Einkaufsnacht dürften sich nicht so schnell wiederholen. Foto: Lichtgut//Ferdinando Iannone

Die City-Initiative Stuttgart bläst die für den 7. November geplante lange Einkaufsnacht ab. In Zeiten von Kontaktbegrenzung, Sperrstunde, Gastroschließungen und Flächenbegrenzung sei es nicht der Moment, mit einem Event zusätzlich Menschen in die Stadt zu locken.

Stuttgart - Die City-Initiative Stuttgart (CIS) und die Gewerbetreibenden der Innenstadt haben sich darauf verständigt, die für Samstag, 7. November, geplante lange Einkaufsnacht abzusagen. „In Zeiten von Kontaktbegrenzung, Sperrstunde, Gastroschließungen und Flächenbegrenzung im Handel hat es keinen Sinn, zusätzlich Menschen in die Stadt zu locken“, begründete Citymanager Sven Hahn die Absage. Inzwischen sei die Anziehungskraft der langen Einkaufsnächte zu groß, dies wiederum stehe im Widerspruch zu den Bemühungen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Umsatzeinbußen

Zuletzt hatte die lange Nacht am 26. Oktober 2019 rund 150 000 Menschen in die City gelockt. Daher schmerzt den Einzelhandel diese Absage. „Dieser Wert entspricht einer Verdopplung der üblichen Frequenz und des Umsatzes. Für den Handel ist die lange Nacht wie ein zusätzlicher Samstag.“ Als Faustformel zur Berechnung des Umsatzes gehen die Händler davon aus, dass mindestens fünf Prozent der Besucher zu Kunden werden– wovon jeder Kunde im Schnitt 100 Euro ausgibt.

Damit nicht die gesamten Investitionen und die Arbeit in die Einkaufsnacht verloren seien, sollen zumindest Teile des Konzepts umgesetzt werden. Dazu zählt eine dauerhafte Begrünung des öffentlichen Raums sowie die Illumination von Schaufenstern und Fotoausstellungen mit dem Thema „Historische Bilder aus unserer Stadt“.

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