33. Höflesmarkt in Stuttgart-Feuerbach Südliches Flair im Stuttgarter Norden

Von Georg Friedel 

Tausende Besucher sind bei schönem Wetter beim Höflesmarkt   unterwegs. Seit 2009 haben sich die Aktivitäten größtenteils auf  die Stuttgarter Straße verlagert. Foto: Susanne Müller-Baji
Tausende Besucher sind bei schönem Wetter beim Höflesmarkt unterwegs. Seit 2009 haben sich die Aktivitäten größtenteils auf die Stuttgarter Straße verlagert. Foto: Susanne Müller-Baji

In diesem Jahr wird der Höflesmarkt auf der Stuttgarter Straße in Feuerbach wegen der Fußball-Weltmeisterschaft auf den 30. Juni vorverlegt. Normalerweise wird das Straßenfest am ersten Samstag im Juli veranstaltet.

Feuerbach - Wo Höflesmarkt drauf steht, ist nicht nur Höflesmarkt drin. Denn das Feuerbacher Fest findet längst nicht mehr nur in den Höfen statt. Der Schwerpunkt vieler Aktivitäten hat sich inzwischen auf die Stuttgarter Straße verlagert. Begonnen hat alles ganz klein. Aus einem Flohmarkt im Hof des ehemaligen Haushaltswarengeschäftes Raudenbusch entstand eine neue Fest-Idee. Der Grundgedanke war, dass in Feuerbach so schöne Innenhöfe existieren: „Warum nutzen wir diese Orte nicht und machen im Sommer ein Fest, wo alle zusammensitzen und Spaß haben.“ Das war das ursprüngliche Konzept. 1984 fand der Höflesmarkt das erste Mal statt, damals tatsächlich noch „eher versteckt in den Höfen“, wie Jochen Heidenwag, der Vorsitzende der Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) Feuerbach, sagt. Am Samstag, 30. Juni, feiern die Feuerbacher von 10 bis 18 Uhr zum 33. Mal dieses beliebte Straßenfest. Normalerweise wird es am ersten Samstag im Juli veranstaltet. In diesem Jahr wird es allerdings eine Woche vorverlegt: „Denn am 7. Juli wäre möglicherweise ein Viertelfinalspiel mit deutscher Beteiligung“, sagt Heidenwag.

Am Gesamtkonzept ändert sich nichts

Bei einer der vorausgegangenen Fußball-Weltmeisterschaft hatten die Höflesmarkt-Veranstalter den WM-Spielplan ignoriert und bekamen prompt die Quittung: „Da war ab 14 Uhr tote Hose auf dem Höflesmarkt“, erinnert sich Heidenwag. Alle saßen vor der Kiste: Die Hitze in Kombination mit der WM hätten damals zu einem massiven Besucherschwund geführt. Deshalb habe man sich entschieden, den Höflesmarkt zu verschieben. Am Gesamtkonzept ändert sich jedoch nichts. Die Stuttgarter Straße wird beim Höflesmarkt von 8 Uhr bis 20 Uhr im Abschnitt zwischen der Kreuzung Sankt-Pöltener-Straße bis zum Biberturm für den Verkehr gesperrt. Das gilt übrigens auch für Fahrradfahrer. Dominik Godl, Vorsitzender der GHV-Fachgruppe „Die Aktiven“ bittet zudem alle Autofahrer und Bewohner, die in diesem Abschnitt normalerweise parken, an dem besagten Tag ihr Fahrzeug außerhalb der betroffenen Zone abzustellen.

Die Einkaufsmeile wird am Samstag für den Autoverkehr gesperrt

Durch die Sperrung der Einkaufsmeile – die Idee dazu hatte 2009 der Sportvg -Präsident Rolf Schneider – tummeln sich nun die Festbesucher wie in einer Fußgängerzone. Viel los ist wieder mitten auf der Kreuzung Stuttgarter Straße/Grazer Straße. Um das Programm für die dortige Show-Ecke kümmert sich wieder Silke Kurz, die geschäftsführende Inhaberin des Cafés Dolce far niente. Dort treten unter anderem die aktuellen Hip-Hop-Vizeeuropameister der Ballettschule Rebmann-Oehl und Hip Hop – Stuttgart auf. Außerdem gibt es Vorführungen der New York City Dance School und der Kindertanzschule der Sportvg. Im Hinterhof des Stadthotel Weinsberg an der Grazer Straße 32 finden ab 16 Uhr eine Schlagerparty und Public Viewing (WM-Achtelfinale) statt. Auch im Hof der Alten Apotheke spielt das Harmonika-Orchester und weiter oben im Hof der Buchhandlung Schairer gibt Imkerin Emmi Laich Einblicke ins Leben der Bienen. Und im Hörmobil von Godl Hörakustik steht eine Kamera, die Fotos vom Innenohr macht.

Für Unterhaltung auf der Stuttgarter Straße sorgen zudem verschiedene Kleinkünstler und Musiker. Von morgens bis abends können Festgäste in vielen Geschäften stöbern und einkaufen. Zudem stellen sich die unterschiedlichsten örtlichen Vereine, Initiativen und Institutionen an Ständen und mit Aktionen vor. Eine „zwei Kilometer lange Festmeile mit Attraktionen und dem umfangreichen Rahmenprogramm für jeden Geschmack“ sei wieder geboten, betont der Aktiven-Sprecher. „Kommen, Bummeln, Probieren, Spaß haben – so sind die Höfle und so ist der Markt“, wirbt Godl für das Traditionsfest, betont aber auch, dass die Veranstaltung beileibe kein Selbstläufer sei und in jedem Jahr mit einem immensen Aufwand an Organisation und Vorbereitung verbunden sei. Fürs leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Auch ein Foodtruck steht bereit. „Es gibt Nudel-Spezialitäten aus Kärnten – von herzhaft bis süß“, sagt Godl.

Redaktion Feuerbach

Ansprechpartner
Torsten Ströbele und Georg Friedel
feuerbach@stz.zgs.de

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