Die britische Schauspielerin Diana Rigg als Oleanna Tyrell in der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ Foto: AP/JOEL SAGET

Sie war eine besondere Schauspielerin, die als Agentin, als Braut und als intrigante Großmutter überzeugte. Nun ist die Britin Diana Rigg im Alter von 82 Jahren gestorben.

Stuttgart - Emma Peel, die schlagkräftige, scharfzüngige und emanzipierte Kollegin des Gentleman-Agenten John Steed (Patrick Macnee) in der englischen Spionage-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“, wurde 1965 zum Rollenvorbild vieler Frauen – und ihre Darstellerin Diana Rigg gleich mit.

Die in Yorkshire geborene Engländerin wehrte sich erfolgreich dagegen, dass ihre Gage zunächst niedriger war als die des Kameramanns. 1969 spielte sie „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ das einzige Bond-Girl, das den Schwerenöter heiraten durfte – doch Tracy Bond wurde noch im Hochzeitskleid erschossen.

Diana Rigg verkörperte dann neben Vincent Price in der Horrorkomödie „Theater des Grauens“ (1973) Edwina, die Tochter des verkannten Shakespeare-Darstellers Edward Lionheart, der sich an seinen Kritikern rächt. 1982 war sie in der Agatha-Christie-Adaption „Das Böse unter der Sonne“ zu sehen.

Ein später Coup gelang ihr mit der Großmutter-Rolle der Lady Oleanna Tyrell in der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ (2011–2019): Diana Rigg ließ die mit allen Wassern gewaschene Intrigantin und Zynikerin lustvoll schillern.

An diesem Donnerstag nun ist sie gestorben- mit 82 und friedlich im Kreis ihrer Familie, wie ihr Agent Simon Beresford am Donnerstag mitteilte.

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