Über die Zukunft des traditionsreichen Suhrkamp Verlages wird vor Gericht gestritten. Foto: dpa

Im Rechtsstreit zwischen der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz und dem Medienunternehmer Hans Barlach um die Vorherrschaft im Suhrkamp-Verlag ist eine Entscheidung vor Gericht in weitere Ferne gerückt. Ein Gerichtstermin für den Dienstag wurde abgesagt.

Im Rechtsstreit zwischen der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz und dem Medienunternehmer Hans Barlach um die Vorherrschaft im Suhrkamp-Verlag ist eine Entscheidung vor Gericht in weitere Ferne gerückt. Ein Gerichtstermin für den Dienstag wurde abgesagt.

Berlin - Die Gerichtsverhandlungen über die Zukunft des angeschlagenen Suhrkamps-Verlags sind vertagt worden. Die für diesen Dienstag vorgesehenen Termine vor dem Kammergericht und dem Amtsgericht in Berlin seien verschoben worden, ein neuer Termin stehe noch nicht fest, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag. Vor dem Kammergericht sollte über die Abberufung der Geschäftsführung verhandelt werden, das Amtsgericht muss über den Insolvenzplan für den Verlag entscheiden.

Die Gläubigerversammlung hatte im Oktober dem Insolvenzplan zugestimmt. Die Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz, die über ihre Familienstiftung mit 61 Prozent die Mehrheit am Verlag hält, will mit der Insolvenz das Unternehmen von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Dadurch verlöre der Medienunternehmer Hans Barlach, der 39 Prozent der Anteile hält, weitreichende Mitspracherechte. Unseld-Berkéwicz und Barlach liefern sich seit sieben Jahren einen Rechtsstreit um die Vorherrschaft in dem Verlag.

Das Kammergericht soll über die Zukunft der Suhrkamp-Geschäftsführung entscheiden. Im Dezember 2012 hatte das Landgericht entschieden, Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin abzusetzen. Die Suhrkamp-Geschäftsführung hatte dagegen Berufung eingelegt.

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