Die Stiko empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Foto: dpa/Fabian Sommer

Eine Berechnung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung kommt zu dem Schluss, dass etwa zehn Prozent der Jugendlichen eine Corona-Impfung zu empfehlen sei. Das ergebe sich aus problematischen Vorerkrankungen.

Berlin - Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Die Liste umfasst zwölf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

Elf Prozent mindestens ein Risikomerkmal

Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen. „Bei gesetzlich Versicherten ergeben sich bundesweit etwa 402 000 Impflinge“, teilte das Institut am Freitag in Berlin mit. „Unter Berücksichtigung der Privatversicherten sind bundesweit etwa 452 000 potenzielle Impflinge betroffen.“ Knapp die Hälfte davon leidet unter Asthma.

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