Der Kurzohrrüsselspringer kommt im Giraffenhaus unter. Foto: Wilhelma

Jetzt aber hurtig. Die Nachttierabteilung und das Kleinsäuger- und Vogelhaus der Wilhelma haben nur noch bis Ende der Herbstferien geöffnet. Anschließend beginnen der Abriss beziehungsweise der Umbau der Gebäude.

Stuttgart - Jetzt aber hurtig: Weil die Wilhelma modernisiert wird, sollten Besucher die letzte Gelegenheit nutzen, zwei ganz spezielle Bereiche des Zoos zu besichtigen. Das Kleinsäuger- und Vogelhaus, das für viele Freunde der Wilhelma zu den geheimen Favoriten gehört, hat nur noch in den Herbstferien geöffnet. Von Anfang November an wird das Haus abgerissen. An derselben Stelle soll ein Neubau entstehen.

Das Kleinsäuger-und Vogelhaus befindet sich gleich am Eingang hinter dem Palmenhaus. Dort gibt es bisher beispielsweise den kleinsten Nager der Welt zu sehen, die Knirpsmaus. Sie wird maximal fünf Zentimeter groß und gerade mal neun Gramm schwer. Zudem gibt es eine vielseitige Schar von Vögeln – vom Veilchenorganisten über die Paradieswitwen bis zum farbenprächtigen Schwarm der Gouldamadinen.

Im Frühjahr 2016 soll der Neubau fertig sein. Bis dahin kommen die Tiere zum Teil an anderen Orten der Wilhelma unter. Die Faultiere, bisher im Wintergarten des Kleinsäugerhauses, sind bereits in das Jungtieraufzuchthaus umgezogen. Der zierliche Kurzohrrüsselspringer kommt im Giraffenhaus unter. Er wird auch Kurzohr-Elefantenspitzmaus genannt, bis zu elf Zentimeter groß und 30 bis  50 Gramm schwer – und ist ebenfalls nur noch wenige Tage im Kleinsäugerhaus zu sehen.

Seine Pforten schließen wird außerdem die Nachttierabteilung im Maurischen Landhaus, die 1962 die erste ihrer Art in Europa war und somit, wie es in einer Mitteilung der Wilhelma heißt, „in die Jahre gekommen ist“. Die Haltungsbedingungen für die Tiere seien nicht mehr zeitgemäß, ebenso entsprechen die Arbeitsbedingungen für die dortigen Pfleger nicht den aktuellen Maßstäben. Eine neue Herberge sollen die Nachttiere künftig als Gäste im neuen Elefantenhaus finden, das allerdings frühestens 2019 fertig sein wird. Einige Arten sind bereits ausgezogen. So leben die Flugfüchse bereits im Schmetterlinghaus und die Brillenblattnasen-Fledermäuse im Amazonienhaus. Derzeit noch in der Nachttierabteilung unterwegs sind die Nilflughunde und die Beutelflughörnchen – allerdings auch nur noch bis Sonntag.

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