In der Nähe von bestehenden Friedhöfen könnten statt einer Erweiterung der Grabfelder Wohnungen entstehen. Aber nicht am Hoppenlauf-Friedhof, den unser Bild zeigt. Foto: dpa

In Mühlhausen soll ein besonderes Vorkaufsrecht für die Kommune Grundstücksspekulationen privater Investoren verhindern. Es geht um drei Hektar für den Wohnungsbau.

Stuttgart - Mit einer Satzung für ein besonderes Vorkaufsrecht will sich die Landeshauptstadt in Mühlhausen Flächen für den Wohnungsbau sichern, die bisher in einem 2011 beschlossenen Bebauungsplan im Bezirk zur Erweiterung des Friedhofes vorgesehen waren. Konkret geht es um rund drei Hektar, die dem geplanten Neubaugebiet Schafhaus zugeschlagen werden sollen.

Um Spekulationen mit den bisherigen Ackerstreifen zu begegnen, also Aufkäufe durch Investoren zu verhindern, solle der Gemeinderat eine Satzung für ein besonderes Vorkaufsrecht beschließen, was nach dem Baugesetzbuch möglich ist. Sollte ein Eigentümerwechsel anstehen, müsste die Stadt nicht zum womöglich ausgehandelten Höchstpreis erwerben, sondern zu dem, den der Gutachterausschuss ermittelt. Das Vorgehen stieß im Unterausschuss Wohnungsbau am Montag auf Zustimmung.

Insgesamt hat die Verwaltung an sechs Standorten 14 Hektar identifiziert, die nicht für die Nutzung als Grabfeldern sondern dem Wohnungsbau dienen könnten. Sie liegen neben Mühlhausen in Stammheim, Möhringen, Feuerbach, Plieningen und Untertürkheim.

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