Wohin mit dem Plastikmüll Wachsender Verpackungswahn

Von Klaus Zintz 

Das sah mal nett aus – nach dem Auspacken bleibt nur ein Haufen Müll. Foto: dpa
Das sah mal nett aus – nach dem Auspacken bleibt nur ein Haufen Müll. Foto: dpa

Zu viele Verpackungen sind sinnlos und belasten die Umwelt. Der Verbraucher könnte daran etws ändern, kommentiert Klaus Zintz.

Stuttgart - Um es klar zu sagen: Verpackungen sind ein Segen. Wenn wertvolle Produkte wie etwa elektronische Geräte beim Transport kaputt gehen, dann ist das nicht nur ärgerlich, sondern belastet auch unnötig die Umwelt und erhöht den Ressourcenverbrauch. Doch man kann die Verpackerei auch übertreiben. Ein besonders drastisches Beispiel sind Verpackungen, die sich mit Magneten wieder verschließen lassen. Das ist zwar eine praktische Sache und lässt das Produkt besonders wertvoll erscheinen. Äußerst fragwürdig ist dies allerdings etwa bei Verpackungen von Unterwäsche – zumal das für die Magnete verwendete seltene Metall Neodym anschließend nicht recycelt wird.

Das Umweltbundesamt mahnt deshalb zu Recht ein Umdenken an. Immerhin sind es begrüßenswerte Aktionen, wenn etwa die EU bald Plastik-Trinkhalme verbietet oder das deutsche Gesetz ab kommendem Januar eine erhöhte Recyclingquote bei Verpackungen aus Kunststoff vorschreibt. Doch das reicht noch lange nicht. Neben gesetzlichen Vorschriften hilft meist nur der Druck der Verbraucher, damit sich die Hersteller bewegen. Ein Weg ist, beim Einkauf immer wieder auf den Verpackungswahn hinzuweisen. Dann sollte man aber auch konsequent auf Verpackung verzichten, wenn dies möglich ist – also etwa loses Obst und nicht verpackte Ware kaufen.

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