Im Leuze steht Entspannung auf dem Programm. Foto: dpa

Im Stadtbezirk gibt es in dieser Woche wieder einige Veranstaltungen – vom Kino und der Zukunftswerkstatt über ein Entspannungsprogramm im Leuze bis hin zu Vorträgen über Afghanistan und Tagebücher einer jüdischen Dame.

Bad Cannstatt - Los geht es gleich am heutigen Montag, 13. März, mit der 77. Vorstellung des Kino-Cafés im Bezirksamt Bad Cannstatt, Marktplatz 10. Ab 14 Uhr wird der Film „Mary Poppins“ gezeigt. Die Bewirtung der Gäste mit Kaffee und Kuchen übernimmt die Fördergruppe des Anna-Haag-Mehrgenerationenhauses.

Einen Tag später findet der nächste Stammtisch im Rahmen der Zukunftswerkstatt statt. Interessierte am weiteren Werkstatt-Prozess treffen sich am 14. März, 19 Uhr, in der Weinstube Zaiss, Erbsenbrunnengasse. In der Folge gibt es jeden zweiten Dienstag im Monat ein Treffen.

Wer Entspannung sucht, kann am Mittwoch, 15. März, ins Mineralbad Leuze. Dort wird von 14 bis 21 Uhr ein Entspannungsprogramm im Saunabereich angeboten. In der Kelo-Sauna gibt es spezielle Aufgüsse, die zur Jahreszeit passen. In der Finnischen Sauna erleben Besucher Duftzeremonien mit Birkenzweigen und in der Panorama-Sauna das „Frühlingserwachen“ bei einer Duftreise. Eine Klangreise zum Thema „Frühlingsträume“ sorgt im Ruheraum „Silentium“ für seelisches Gleichgewicht und innere Ausgeglichenheit.

Ebenfalls am Mittwoch ist Jama Maqsudi bei der Grünen-Landtagsabgeordneten Brigitte Lösch zu Gast. Das Thema: „Afghanistan – Ein sicheres Land für Flüchtlinge?“ Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Erbsenbrunnengasse 7. Anschließend wird es Möglichkeiten für Rückfragen und Gespräche geben. Jama Maqsudi stammt selbst aus Afghanistan, bereist jedes Jahr das Land und kennt die Leute sowie die aktuelle politische Situation.

Im Stadtarchiv, Bellingweg 21, geht es am Donnerstag, 16. März, ab 19 Uhr um das Buch „Gretchen Kahn, Tagebücher von Juli 1905 bis Oktober 1915. Jüdisches Leben in Stuttgart“. Nicht wegzudenken aus dem jüdischen Leben Stuttgarts sei das Haus Seligmann Kahn in der Augustenstraße, schrieb die Historikerin Maria Zelzer in den 1960er Jahren. Ein halbes Jahrhundert später sind Tagebücher aufgetaucht, die von Gretchen Kahn verfasst wurden. Im Jahrzehnt vor dem Ersten Weltkrieg geschrieben, vermitteln sie ein facettenreiches Bild einer jüdisch-schwäbischen Familie und gewähren Einblicke in das Leben der israelitischen Gemeinde in Stuttgart. Schlaglichter fallen auch auf die Gesellschafts- und Stadtgeschichte jener Zeit, wenn über Nachbarschaft, geselligen Verkehr, Militärparaden, Unfälle, öffentliche Feierlichkeiten oder das veränderte Leben in der ersten Kriegszeit berichtet wird. Rainer Redies war lange Zeit im Verlagswesen und als freischaffender Redakteur, Übersetzer und Autor tätig. Er ist Mitbegründer der Stuttgarter Stolperstein-Initiativen. Zusammen mit seiner Frau Anke hat er den Tagebuchtext von Gretchen Kahn transkribiert und kommentiert.

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