StN-Radler beim Anstieg zum Hohenstaufen. Foto: Pressefoto Baumann

Auch wenn unsere Kolumnist KNITZ derzeit noch in Winterklamotten durch die Gegend radelnd – in Gedanken ist er längst in der warmen Jahreszeit. Und beim Radmarathon Alb-Extrem.

Stuttgart/Ottenbach - Radfahren ist eine Tätigkeit, die Weitsicht verlangt. Wer immer nur sein Vorderrad im Blick hat, landet früher oder später im ­Straßengraben – wobei natürlich zu beachten ist, dass sich ein glimpflich verlaufener Sturz in der Biografie eines Hobbyradlers nicht schlecht macht. Auch davon kann er dann seinen Nachkommen in langen Winternächten erzählen, nicht nur von nachgefahrenen Tour-de-France-Etappen. Aber Sinn der Übung ist es schon, nicht umzufallen. Zumal das unfreiwillige Absteigen mit dem Alter nicht leichter fällt.

Bloß keinen Rost ansetzen

KNITZ weiß, wovon er spricht – und er ist heilfroh, dass es ihn diesen Winter noch nicht erwischt hat. Zumindest nicht beim Radfahren. Neulich ist er bei Nacht und Nebel über einen Schachtdeckel gestolpert. Nur durch den Einsatz seines Kinns konnte er den Sturz halbwegs elegant abfangen. Aber das führt vom Thema weg.

Weitsicht kann beim Radfahren auch was die anstehende Saison betrifft nicht ­schaden. Der nächste Radmarathon kommt bestimmt, deshalb sollte man auch in der kalten Jahreszeit keinen Rost ansetzen. Der eine rennt ins Sportstudio, der andere schwitzt lieber im Freien.

Das Wörtchen Extrem ist ernst gemeint

Naturbursche KNITZ gehört zur zweiten Gruppe. Um nicht aus der Übung zu kommen, mottet er sein Rad erst gar nicht ein. Wie weise dieser Entschluss war, weiß er, als er dieser Tage Post vom Motor- und Radsport-Club Ottenbach (MRSC) bekam. Nun ist ihm klar: Der Sommer steht vor der Tür. Gedanklich zumindest.

Der MRSC hat bei Radsportfreunden einen guten Klang, weil er stets am letzten Junisonntag den Radmarathon Alb-Extrem veranstaltet. Wer einmal mitgefahren ist, weiß, dass das Wörtchen Extrem durchaus seine Bedeutung hat. Die kürzeste Distanz beträgt 200, die längste 300 Kilometer. ­Zudem darf man am eigenen Körper erfahren, was die Natur vor rund 100 Millionen ­Jahren im Schwäbischen Wald und auf der Ostalb so getrieben hat. Es gilt 3600, 4800 oder 6000 Höhenmeter zu überwinden. ­

Start in aller Herrgottsfrüh

Kurzum: Der Alb-Extrem ist ein Heidenspaß, den sich die Heldinnen und Helden des StN-Radteams auch in diesem Jahr nicht entgehen lassen wollen. Die 35. Ausgabe findet am Sonntag, 24. Juni, statt. Gestartet wird in aller Herrgottsfrüh gegen sechs.

2017 gingen wir erstmals mit 25 Frauen und Männern an den Start – so viel wie noch nie. Damit es nicht weniger werden, verlost KNITZ auch in diesem Jahr drei Mitfahrgelegenheiten an ambitionierte Leserinnen und Leser. Soll heißen: Wir übernehmen das Startgeld von 62 Euro, worin auch die Verpflegung für den Tag beinhaltet ist, und lassen Ihnen ein StN-Radtrikot zukommen.

Was KNITZ von Ihnen wissen muss

Was Sie dafür tun müssen, ist denkbar einfach: Sie schicken eine Mail an knitz@stuttgarter-nachrichten.de. Außer Ihrem Namen sollte KNITZ von Ihnen ­wissen: Geburtsjahr, Adresse, Nationalität, Trikotgröße und welche Strecke Sie zu fahren beabsichtigen. Einsendeschluss ist Montag, 5. Februar.

Das WM-Spiel läuft in der Stadthalle

Auch Freunde der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft können getrost in die Pedale steigen: Das WM-Spiel gegen Schweden kann man am Vorabend in der Ottenbacher Stadthalle verfolgen. Über die Spiele am Sonntag halten uns die Zuschauer am Straßenrand auf dem Laufenden.

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