Nur wenige dürften sich im Frühling über die weiße Pracht freuen. Foto: Fotoagentur-Stuttg/Andreas Rosar

Der Frühling lässt in Stuttgart auf sich warten. Polarluft bringt stattdessen Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, Windböen und Schauer, die zunehmend als Schnee fallen.

Stuttgart - Weiße Bescherung am Ostermontag: Der Winter hat in Stuttgart wieder Einkehr gehalten. Teile der baden-württembergischen Landeshauptstadt waren am Feiertag teils vom Schnee wie mit Zucker bestreut.

Das über Skandinavien liegende Sturmtief „Ulli“ macht auch alle Hoffnungen auf warme Temperaturen in den kommenden Tagen zunichte – stattdessen erwarten uns Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, Windböen und Schauer, die zunehmend als Schnee fallen.

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Winter-Intermezzo im Frühling

Viele haben sich schon auf den Frühling gefreut – doch ab Ostermontag ist der Winter mit einem kleinen Gastspiel zurück. Schuld daran ist eine arktische Luftströmung. „Kalte Polarluft kommt auf direktem Wege zu uns “, erklärte Marko Puckert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart am Montag. „Diese Polarluft bleibt bis einschließlich Donnerstag“ – und hat richtig ungemütliches Wetter im Gepäck.

Eisige Polarluft sorgt für Schnee

Am Ostersonntag gab es noch einmal viel Sonne in Baden-Württemberg – mit Höchstwerten zwischen acht Grad im Bergland und 15 Grad im Breisgau. Ab Ostermontag ist aber schon Schluss mit Sonnenschein und Wärme. Von Norden her kommt Regen, aus dem zum Abend hin bis in die mittleren Lagen Schnee werden kann. Es wird windig mit starken, zeitweise stürmischen Böen, sagte DWD-Experte Puckert. Er prognostiziert: „Die nächsten drei Nächte werden frostig sein“. Dies stelle derzeit vor allem eine Gefahr für die jungen Kirschblüten dar.

Wetter-Experte: Frühling nicht in Sicht

Autofahrer müssen sich in der Nacht zum Dienstag vorsehen: Es besteht Gefahr durch überfrierende Nässe. Tagsüber wird das Wetter laut Prognose des DWD unbeständig, vielerorts kommt der Schnee zurück. Am Mittwoch bleibt es wechselnd bis stark bewölkt mit Schneeschauern. Die Höchstwerte liegen zwischen minus zwei Grad in höheren Lagen, drei Grad in Oberschwaben und sieben Grad am Rhein.

Erst am Donnerstag beruhigt sich das ungemütliche Aprilwetter laut dem DWD-Experten Puckert. Ab Freitag rechnet der Wetterfrosch wieder mit Temperaturen im zweistelligen Bereich. „Den großen durchbrechenden Frühling habe ich aber leider nicht auf dem Plateau im Augenblick.“

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