Das Update auf Windows 11 könnte auch das Ende von Skype bedeuten (Symbolbild) Foto: dpa/Franz-Peter Tschauner

Nach ersten Informationen wird Skype auf Windows 11 nicht mehr vorinstalliert sein – dies könnte das Ende des einstigen Vorreiters in Sachen Videokonferenzen werden. Microsoft setzt nun wohl auf einen anderen Messenger-Dienst.

Stuttgart - Wie die BBC berichtet, verabschiedet sich Microsoft wohl von einem beliebten Service. So soll nach ersten Informationen Skype in Windows 11 nicht mehr vorinstalliert sein. Stattdessen setzt Windows wohl auf den erfolgreichen Dienst Microsoft Teams. Nach der Meinung von Experten könnte dies das Ende des einstigen Vorreiters sein.

Microsoft hatte Skype im Jahr 2011 für einen Kaufpreis von 8,5 Milliarden Dollar übernommen – dies war vor zehn Jahren die teuerste Übernahme des Konzerns. Zum damaligen Zeitpunkt war Skype Vorreiter in Sachen Videotelefonie. Im Laufe der Jahre bekam der Dienst allerdings immer mehr Konkurrenz, als auch andere Anbieter wie WhatsApp oder Facebook die Möglichkeit von Videotelefonaten in ihr Angebot aufnahmen.

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Doch während die anderen Dienste sich weiterentwickelten, blieb das Urgestein nach der Meinung vieler Nutzer stehen und verpasste wichtige Neuerungen. Im Jahr 2017 kam dann schon das Ende für einen Teil von Skype. Microsoft brachte den Business-Messenger Dienst Teams heraus, welcher Skype for Business ablöste.

Teams profitierte von der Corona-Pandemie

Microsoft Teams wurde auch dank der Corona-Pandemie sehr erfolgreich und entwickelte sich zu einer der größten Plattformen der Branche. Laut Microsoft, hatte der Dienst im Oktober 2020 115 Millionen tägliche Nutzer. Auch Skype profitierte von der Pandemie, allerdings nicht im gleichen Maße wie Teams und andere Plattformen. Skype konnte seine Nutzer um 70 Prozent steigern und meldete 40 Millionen tägliche Nutzer.

Trotzdem setzt Microsoft nun wohl voll auf seinen erfolgreichen Dienst Teams. Statt Skype soll nach dem Update Teams auf jedem Computer mit Windows 11 vorinstalliert sein. Skype wird allerdings voraussichtlich noch nicht komplett eingestellt. Nutzer können die App weiterhin aus dem Microsoft Store herunterladen.

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