Die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben sich in Paris versammelt. Darunter auch Angela Merkel und Donald Trump. Foto: AFP POOL

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat beim Pariser Weltkriegsgedenken die versammelten Staats- und Regierungschefs eindringlich aufgerufen, für Frieden und eine bessere Welt zu kämpfen.

Paris - Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat beim Pariser Weltkriegsgedenken vor Bedrohungen für den Frieden gewarnt. „Die alten Dämonen steigen wieder auf - bereit, ihr Werk von Chaos und Tod zu vollenden“, sagte Macron am Sonntag bei der Feier zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg.

Macron rief die versammelten Staats- und Regierungschefs eindringlich auf, für Frieden und eine bessere Welt zu kämpfen. Als konkrete Bedrohungen nannte er die Klimaerwärmung, Armut, Hunger und Ungleichheiten.

Rückzug auf sich selbst, Gewalt und Beherrschung seien keine Lösung. „Patriotismus ist genau das Gegenteil von Nationalismus“, sagte der 40 Jahre alte Staatschef.

Macron bekannte sich zur deutsch-französischen Freundschaft

Macron blickte auch länger auf den blutigen Konflikt zurück, der von 1914 bis 1918 dauerte und Millionen Todesopfer forderte. „In diesen vier Jahren hat sich Europa fast umgebracht“, sagte er mit Blick auf den Ersten Weltkrieg.

Manchmal scheint es, als nehme die Geschichte wieder ihren tragischen Verlauf hin zu einer Bedrohung des Friedens, sagte Macron. „Neue Ideologien“ würden Religionen beeinflussen.

Macron bekannte sich ausdrücklich zur deutsch-französischen Freundschaft, zur Europäischen Union und den Vereinten Nationen. An der Feier mit mehr als 60 Staats- und Regierungschefs nahmen auch Kanzlerin Angela Merkel und die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, teil.

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