Rund 950 Kilometer beträgt die Distanz zwischen Heimat und Exil des Zehnjährigen. (Symbolfoto). Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Weil ein zehnjähriger Junge aus Schleswig-Holstein Angst hatte, sein vermeintlich schlechtes Zeugnis den Eltern zu präsentieren, flüchtete er mit dem Zug. Seine Fahrt ging bis ins 950 Kilometer entfernte Basel.

Schleswig/Basel - Nach seiner abenteuerlichen Tour von Schleswig nach Basel ist ein zehnjähriger Junge wieder in der Obhut seiner Familie. Weil er sich nicht getraut hatte, seinen Eltern das vermeintlich schlechte Schulzeugnis mit einer einzigen „Drei“ zu zeigen, war er am Freitagabend zunächst mit dem Zug nach Hamburg gefahren, wie die Bundespolizei berichtete.

Von dort ging es weiter nach Basel. Ein Schaffner bemerkte den Jungen und alarmierte die Bundespolizei in Lörrach. Dort wartete der Junge den Tag über geduldig auf seinen Vater. Es ging ihm dabei gut und es war sich bewusst, was er gemacht hatte, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Lörrach.

Wie der Junge die Tour genau geschafft und ob er eine Fahrkarte hatte, konnte die Sprecherin nicht sagen. Am Nachmittag traf dann der Vater in Lörrach ein und nahm seinen Sohn in Empfang. Die Bahnfahrt aus Schleswig-Holstein in die Schweizer Stadt dauert rund zehn Stunden, die Distanz beträgt rund 950 Kilometer.

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