Der Steg schafft eine Verbindung von den Neubauten am Stöckachplatz zur Else-Kienle-Staffel und damit hinauf zur Landhausstraße Foto: Jürgen Brand

Die Gebäude am Stöckachplatz werden derzeit eifrig gebaut. Ein jetzt genehmigter Steg wird die Neubauten dort mit der Else-Kienle-Staffel zur Landhausstraße hin verbinden.

Am Stöckach im Stuttgarter Osten wird ein neuer Steg gebaut. Er wird 13 Meter lang, 3,90 Meter breit, steil und aus ziemlich viel Beton sein. Aber er ist die einzige Möglichkeit, eine Verbindung von den Neubauten am Stöckachplatz mit ihrer großzügigen Durchwegung zur Else-Kienle-Staffel und damit hinauf zur Landhausstraße zu schaffen. Das Besondere an diesem Projekt, mit dessen Bau bald begonnen werden soll: Es wurde innerhalb von nur drei Jahren geplant, finanziert und genehmigt. Entsprechend freut sich Miriam Schwarz vom Amt für Stadtplanung, die den Steg im Bezirksbeirat Stuttgart-Ost vorgestellt hat: „Er hat mich die letzten drei Jahre ziemlich viele Nerven gekostet. Aber jetzt bin ich ein bisschen stolz darauf!“

 

Gelände der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule

Auf dem Gelände der ehemaligen Hauswirtschaftlichen Schule am Stöckachplatz wird fleißig gebaut. Die neuen Gebäude mit der Öffnung zum Stöckachplatz hin sind schon gut erkennbar, wenn man über den Bauzaun schaut. Dabei ist auch zu sehen, wie steil es im hinteren Bereich hinauf geht, eben dorthin, wo die seit langem gesperrte Else-Kienle-Staffel auf Passanten wartet.

Ziemlich spät hatten die Planer entdeckt, dass zwischen den Neubauten und der Staffel über das Freigelände des dortigen Kindergartens hinweg noch eine Verbindung fehlt. Diese wird jetzt mit dem Steg geschaffen, den Miriam Schwarz selbst als „Betonklotz“ beschreibt, für den es aber keine andere Lösung gegeben habe. Ein Holzbauwerk habe sich an dieser Stelle als untauglich erwiesen.

Der Steg mit vielen Treppenstufen wird links und rechts hohe Brüstungselemente bekommen, in denen große kreisrunde Öffnungen die Wuchtigkeit etwas abmildern, dem Steg „skulpturalen Charakter“ geben sollen. Hoch müssen sie sein, damit weder versehentlich noch mutwillig etwas hinunter auf das Kindergartengelände geworfen werden kann. Deswegen werden die Öffnungen auch mit einem sehr feinmaschigen Stahlnetz versehen. Für Kinderwagen und Fahrräder sind Schiebe-Rinnen vorgesehen, eine Handlaufbeleuchtung wird auch bei Dunkelheit für genügend Licht sorgen.

Barrierefrei wird der Steg nicht sein, Rollstuhlfahrer kommen also nicht hinauf, da auch die anschließende Staffel dafür zu steil sein wird. Die Gestaltung der Staffel zur Landhausstraße hinauf ist gerade in Planung. Im Bezirksbeirat erntete das Projekt durchweg Lob und wurde einstimmig befürwortet. Gebaut wird der Steg wie auch die neuen Gebäude am Stöckachplatz von der SWSG, die Baukosten von rund 750 000 Euro übernimmt die Stadt. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft wird auch die tägliche Unterhaltung vom Säubern der Rinnen bis zum Streuen im Winter übernehmen. Die erforderlichen Sicherheitsüberprüfungen alle drei und sechs Jahre macht das Tiefbauamt.