Die App Katwarn informiert bundesweit über Unwetter und Katastrophenlagen. Nach den Schüssen in München war der Informationsdienst allerdings kurzftistig an der Grenze. Foto: dpa

Die App Katwarn informiert bundesweit über Unwetter und Katastrophenlagen. Nach den Schüssen in München war der Informationsdienst allerdings kurzfristig an der Grenze.

Stuttgart - Das deutschlandweit einheitliche Warn- und Informationssystem, das bei Katastrophen und in Gefahrensituationen wie bei Großbränden, Stromausfällen oder auch Bombenfunden eingesetzt wird, ergänzt die allgemeinen Informationen durch Polizei, Feuerwehr, Medien. Die betroffenen Bevölkerungsgruppen erhalten von Katwarn gezielt Informationen auf ihr Mobiltelefon.

Katwarn stellt Warnungen orts- oder themenbezogen bereit: Nur wer wirklich von einer Situation betroffen ist, erhält eine Meldung. So erhielten auch betroffene Menschen in München nach den Schüssen in einem Einkaufszentrum die Information, dass eine Gefahrensituation besteht.

Mehrere Vorkommnisse

Für München meldete die App nach 20 Uhr mehrere Vorkommnisse - sie spricht von Amok:

Auf Twitter informierten die Verantwortlichen der App allerdings auch, dass sie am Freitagabend kurzfristig an ihre Grenzen gestoßen sei. Ein Unwetter plus die undurchsichtige Gefahrenlage in München seien der Auslöser gewesen:

Die Homepage und die Anmeldeseite zur App waren am Freitagabend aufgrund der hohen Nachfrage der User nicht erreichbar. Die App dient als weitere Inforamationsquelle zu den herkömmlichen Warnsystemen. Seit 2011 ist Katwarn in Deutschland in verschiedenen Städten, Landkreisen und Stadtstaaten sowie auf auf Bundeslandebene im Einsatz und kann zum Beispiel per Smartphone-App genutzt werden. Die Anmeldung am System ist kostenlos und freiwillig.

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