Die elfjährige Meryem und ihre neunjährige Schwester Zara werden in den Sommerferien zum ersten Mal einige Zeit im Waldheim Heimberg verbringen. Foto: Leonie Schüler

Beim Familientag informiert die Awo Eltern über die Betreuung. Kinder testen derweil die Spiele. Auf dem Programm stehen unter anderem Ausflüge, Schwimmbadbesuche Wasserschlachten und Basteln – und zwar möglichst alles in der freien Natur.

Feuerbach - Wer von der Bushaltestelle Heimberg aus den Berg hochschnauft, hat schon nach Kurzem das Gefühl, von einer Großstadt weit entfernt zu sein. Angenehm kühl und ruhig ist es, nur ein Kinderlachen dringt durch den Wald. Schon bald taucht das Waldheim Heimberg hinter den Bäumen auf. Dort hat am vergangenen Samstag die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Stuttgart ihren Familientag gefeiert. „Den veranstalten wir jedes Jahr, um über die Ferienbetreuung bei allen vier Waldheimen der Awo zu informieren“, sagt die Leiterin Wibke Heller. Eltern können Fragen stellen und die Kinder typische Waldheimspiele schon einmal ausprobieren.

„Wir haben in drei Häusern noch Plätze frei“, wirbt Heller. In den ersten vier Sommerferienwochen, also zwischen dem 4. und 29. August, können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in den Waldheimen Heimberg, Raichberg und Hedelfingen betreut werden. „Die Anmeldung ist nicht wohnortgebunden“, betont die Sozialpädagogin. Erstmals können Eltern ihre Kinder auch übers Internet registrieren. Auf dem Programm stehen unter anderem Ausflüge, Schwimmbadbesuche Wasserschlachten und Basteln – und zwar möglichst alles in der freien Natur. Ein Höhepunkt wird der Besuch von einer mexikanischen Jugendgruppe sein, die ihre landestypischen Spiele vorstellt.

„Kinder brauchen einfach Kinder um sich herum“

Die elfjährige Meryem und ihre neunjährige Schwester Zara werden in den Sommerferien zum ersten Mal einige Zeit im Waldheim Heimberg verbringen. Die beiden kommen aus Ludwigsburg, doch da ihre Mutter in Feuerbach arbeitet, ist die An- und Abfahrt kein Problem. Die Mutter ist überzeugt, dass sich die Schwestern wohlfühlen werden: „Es ist so schön hier mitten im Wald“, sagt sie. „Für mich ist es ein Glück, dass sie gut aufgehoben sein werden. Und sie haben bestimmt mehr Spaß, als wenn sie sich die ganze Zeit über nur zuhause beschäftigen müssten.“

Auch Dennis darf mit seinen sechs Jahren zum ersten Mal ins Waldheim. Am Samstag ist er mit seiner Mutter zum Familientag gekommen, um sich das Waldheim einmal anzuschauen. „Er fühlt sich hier sichtlich wohl, es scheint also ein voller Erfolg zu sein“, lautet das Fazit seiner Mutter. Gewundert hat sie sich darüber nicht – schließlich war sie als Kind selbst im Ferienwaldheim. „Da war immer was los, das war klasse. Kinder brauchen einfach Kinder um sich herum.“

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