Katharina Heigl, Karin Woyta und Christian Eichert (von links) strahlen bei der Übergabe der Goldenen Käseharfe um die Wette. Foto: /Horst Rudel

Auf dem Münchner Viktualienmarkt hat der Voralbkäse vom Göppinger Waldeckhof den Marktbesuchern so gut geschmeckt, dass er nun preisgekrönt wurde.

Göppingen - Das ist wie ein Bambi oder ein Oscar für uns“, erklärte Karin Woyta, die Geschäftsführerin der Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft, die den Waldeckhof in Göppingen betreibt, ihre Freude über die Goldene Käseharfe. Mit diesem ersten Preis hat der Verband für handwerkliche Milchverarbeitung den Schwäbischen Voralbkäse natur aus der Molkerei des Waldeckhofs ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis von Katharina Heigl, die eigens vom Verbandssitz im bayerischen Freising nach Göppingen gekommen war, während des Weihnachtsmarkts auf dem Hof.

Es regnete förmlich Auszeichnungen

„Da wurde richtig abgeräumt“ , kommentierte Christian Eichert, der Geschäftsführer des Biolandverbands Baden-Württemberg, den Urkundenreigen, denn Eichert hatte weitere zehn Auszeichnungen für gute Käseprodukte des Waldeckhofs mit im Gepäck. Ökologie und Ökonomie seien auf dem Göppinger Hof vereint, der sich als Langzeitarbeitslosenprojekt auch noch dem sozialen Miteinander verschrieben habe.

Auch der Artenschutz werde auf dem Bauernhof, der nach Biolandkriterien wirtschaftet, vorbildlich umgesetzt. „Ihr seid wichtig für die Gesellschaft und eine vorbildhafte Vertretung unseres Verbands“, lobte Eichert, der daran erinnerte, dass der vor 48 Jahren gegründete Biolandverband vor dem Umzug nach Esslingen viele Jahre lang mit seiner Landesgeschäftsstelle im Kreis Göppingen ansässig war.

Der Göppinger Käse wurde auf dem Münchner Viktualienmarkt verkostet

Katharina Heigl, deren Verband für handwerkliche Milchverarbeitung deutschlandweit rund 900 Hofkäsereien vertritt, berichtete von der zweigleisigen Käseprüfung, die dem Voralbkäse schließlich den Siegerpreis eingebracht hatte. Zunächst hätten rund 800 Besucher auf dem Münchner Viktualienmarkt die verschiedenen Käsesorten, die eingereicht worden seien, im Rahmen einer Publikumsprüfung bewertet. Und im zweiten Schritt habe eine Qualitätsprüfung mit 20 professionellen Käseprüfern stattgefunden, darunter seien Käsesensoriker, Hofkäser und Käsehändler gewesen. Der Göppinger Käse hatte bei der Publikumsprüfung eine Zustimmung von 93 Prozent erhalten und erreichte bei der Qualitätsprüfung 4,8 von maximal fünf Punkten.

Auch Wurstwaren und Eissorten erhielten Auszeichnungen

Trotz vieler finanzieller Probleme schaffe es ihr Team immer wieder, Produkte in guter Qualität zu erzeugen, lobte auch Karin Woyta und verwies auf weitere Auszeichnungen für Wurstwaren und das hofeigene Eis aus Schafsmilch. Die Käseproduktion auf dem seit 1997 gepachteten Hof habe im Jahr 2003 begonnen.

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