Am ehemaligen Krankenhausstandort startet jetzt die Neubebauung auf vier Baufeldern und in unterschiedlichen Bauabschnitten. Foto:  

Die Arbeiten am Neubauprojekt „Wohnen auf der Linde“ in Waiblingen haben begonnen. Auf jenem Teil des ehemaligen Krankenhausareals entstehen 73 Eigentumswohnungen, die zwischen 58 und 129 Quadratmeter groß sind.

Waiblingen - Fast fünf Jahre ist es her, dass die Patienten des damaligen Waiblinger Kreiskrankenhauses aus der Klinik an der Winnender Straße ausgezogen sind. Rund vier Jahre nach dem Abbruch der alten Klinikgebäude sind auf dem dortigen Areal jetzt die Bauarbeiten für die geplanten Wohnbauten gestartet. Der Spatenstich dort gilt einem neuen Wohngebiet in attraktiver Halbhöhenlage und mit Blick auf die Waiblinger Altstadt. Bei dem Bauprojekt sollen in mehreren Abschnitten insgesamt 210 Wohnungen und damit Wohnraum für mehr als 400 Menschen entstehen.

Für die Neubebauung des Areals hatten die Stadt und die Kreisbaugesellschaft nach dem Abbruch der Klinikbauten einen Investorenwettbewerb ausgeschrieben, bei dem, so erinnerte sich Baubürgermeister Dieter Schienmann nun beim Spatenstich, immerhin neun Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Investoren ihre Ideen vorgelegt hatten. Zusammen mit dem Stuttgarter Architekturbüro Ackerman und Raff hatte das Siedlungswerk die 20 Juroren mit seinen Entwürfen für familiengerechten und bezahlbaren Wohnraum überzeugt und den Zuschlag für die Bebauung der für den Wettbewerb abgegrenzten Baufelder eins und drei bekommen, sprich für zwei von insgesamt vier Baufeldern auf dem einstigen Krankenhausareal.

Wohnungen für Singles, Senioren und Familien

Im nun gestarteten ersten Abschnitt der Neubebauung entstehen an der Alfred-Leikam Straße auf diesen beiden Baufeldern 73 Eigentumswohnungen mit 58 bis 129 Quadratmetern Fläche. Diese sollen noch im Jahr 2021 allesamt bezugsfertig sein. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnungstypen, deren Spektrum laut den Bauherren familiengerechte Wohnungen, Behausungen für Singles sowie für Senioren geeignete, komplett barrierefrei gestaltete Wohnräume umfasst. Bereits im Vorfeld der Realisierung, so war von den Investoren beim Spatenstich zu hören, herrsche „großes Interesse an diesem Stadtbaustein in Waiblingen“.

Auf dem ehemaligen Krankenhausareal in der Stadt residiert bereits seit drei Jahren im komplett sanierten einstigen Schwesternheim das seit der Notariatsreform für die weitere Umgebung zuständige Waiblinger Notariat. Direkt daneben auf der bestehenden Tiefgarage ist zudem ein größerer Neubau für das Waiblinger Justizzentrum geplant. Dort sollen die bislang auf sieben Standorte in der Stadt verteilten Bereiche des Amtsgerichts konzentriert werden.

Mehr bezahlbarer Wohnraum

Nachdem der Landkreis ursprüngliche Pläne aufgegeben hatte, auf dem Areal ein Gebäude für sein gesamtes Sozialdezernat zu errichten, standen auf der 3,5 Hektar großen Krankenhaus-Fläche für die Wohnbebauung gut 6600 Quadratmeter zusätzlich zur Verfügung. Von den dadurch hinzugekommenen 80 Wohnungen bleiben 40 im Besitz der Kreisbau. Die Stadt hat sich hier für 30 Jahre die Belegungsrechte gesichert, um das Angebot an kostengünstigem Wohnraum für die Bürger zu vergrößern.

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