Bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador liegt der Kandidat der Regierungspartei, Lenín Moreno, in der ersten Runde nach ersten Prognosen in Führung. Foto: AP

Bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador liegt der Kandidat der Regierungspartei, Lenín Moreno, nach ersten Prognosen in der ersten Runde in Führung. Moreno will den linken Kurs des nach zehn Jahren an der Macht nicht erneut antretenden Rafael Correa fortsetzen.

Quito - Laut erster Prognosen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Ecuador liegt der Kandidat der Regierungspartei, Lenín Moreno, in Führung. Der frühere Vizepräsident kommt demnach auf 36,1 Prozent, wie das ecuadorianische Fernsehen am Sonntagabend (Ortszeit) nach Schließung der Wahllokale berichtete. Moreno will den linken Kurs des nach zehn Jahren an der Macht nicht erneut antretenden Rafael Correa fortsetzen.

Auf Platz zwei lag mit 26,1 Prozent der konservative Oppositionsführer Guillermo Lasso, der neben einem Politikwechsel auch das Asyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft in London beenden will.

Für einen Wahlsieg gleich in der ersten Runde sind mindestens 40 Prozent der Stimmen nötig sowie ein Abstand von mindestens zehn Prozentpunkten vor dem Zweitplatzierten. Gelingt dies keinem der Kandidaten, findet am 2. April eine Stichwahl statt. Rund 12,8 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, unter acht Kandidaten den Nachfolger von Staatschef Correa zu bestimmen. Dieser tritt nach zehn Jahren im Amt ab.

Parallel Nationalversammlung gewählt

Parallel wurde am Sonntag eine neue Nationalversammlung gewählt. Moreno, der im März 64 Jahre alt wird, gehört der linksgerichteten Regierungspartei Alianza País an. Er war als Favorit ins Rennen um das Präsidentenamt gegangen. Der größte Rivale des seit einem Überfall querschnittsgelähmten Moreno ist der konservative Oppositionsführer und Ex-Wirtschaftsminister Lasso. Der 61-Jährige kündigte Steuersenkungen und einen Kampf gegen Korruption an. Unter Correa hat sich die Lage in dem Andenstaat stabilisiert, Ecuador ist moderner geworden, die soziale Ungerechtigkeit hat sich verringert. Dies gelang Correa mit Hilfe der Öleinnahmen, die aber aufgrund des gefallenen Ölpreises zuletzt stark zurückgegangen sind.

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