Michael Volle als Hans Sachs in den „Meistersingern von Nürnberg“ Foto: Nawrath/Festspiele Bayreuth

Zum Saisonauftakt auf dem Grünen Hügel glänzen vor allem die Sänger in der Inszenierung des australischen Regisseurs Barrie Kosky.

Bayreuth - Allen Unbilden zum Trotz sind auch in diesem Jahr die Bayreuther Festspiele mit strahlender Prominenz eröffnet worden. Bei Dauerregen und herbstlichen Temperaturen sind am Dienstag nicht nur Angela Merkel und ihr Ehemann Joachim Sauer auf dem Grünen Hügel erschienen, sondern auch Königin Silvia von Schweden mit König Carl Gustaf. Farblich harmonierten die Paare sehr: Die Kanzlerin in einem bronzefarbenen Ensemble aus langem Rock und Blazer samt passender Handtasche, die Königin in einem langen, dunkelblauen und mit Pailletten besetzten Kleid – und die dazugehörigen Männer in dunklen Anzügen mit Einstecktuch. Zum Start der Festspiele stand Barrie Koskys Neuinszenierung von Richard Wagners „Meistersingern von Nürnberg“ auf dem Programm, in deren Schlusschor die „heil’ge deutsche Kunst“ gepriesen wird. Dieser umstrittenen Formulierung wie auch der These, dass Wagner mit der Figur des Beckmessers eine böse Juden-Karikatur schaffen wollte, begegnet der Regisseur mit verspieltem, beziehungsreichem Witz, und Michael Volle glänzt in seiner Paraderolle als Sachs. Jubel im Festspielhaus. Eine ausführliche Kritik folgt.

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