Der Sitz von Mevesta in der Talstraße in Böblingen. Dort braucht es zukünftig ein neues Vorstandsmitglied. Foto: Martin Dudenhöffer

Fünf Jahre stand Steffen Reitz an der Spitze des Böblinger Vereins Mevesta, ehemals Verein für Jugendhilfe. Nun scheidet er aus dem Vorstand aus.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins Mevesta, ehemals Verein für Jugendhilfe (VfJ), Steffen Reitz, verlässt den Verein zum 31. März 2024. Wie Mevesta in einer Pressemitteilung schreibt, scheidet Reitz auf eigenen Wunsch aus. Verwaltungsrat und Reitz hätten sich darauf geeinigt, das Arbeitsverhältnis zu beenden.

 

Steffen Reitz Foto: Verein für Jugendhilfe

„Es ist heutzutage üblich, dass Menschen nicht mehr 15 Jahre am selben Arbeitsplatz bleiben. Steffen Reitz ist in einem Alter, in dem er sich etwas anderem zuwenden und weiterentwickeln wollte“, begründet Vorstandsmitglied Helena Resch das Ausscheiden des Mittvierzigers. Reitz selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Finanzielle Konsolidierung geschaffen

Elke Wallenwein, Vorsitzende des Verwaltungsrates, erklärt: „Steffen Reitz übernahm 2019 die Geschäftsführung in einer wirtschaftlich sehr herausfordernden Situation. Mit seiner Expertise, seinem strategischen Denken und seiner Durchsetzungsfähigkeit ist es gelungen, Mevesta auf ein neues solides und zukunftsfähiges Fundament zu stellen. Gerade sein kaufmännischer Blick war wesentlich für diese Neuaufstellung.“

Bis die Vorstandsebene personell wieder vollständig ist, werden die Aufgaben von den beiden Vorständinnen Helena Resch und Susanne Künschner übernommen. „Als Fachvorstände haben wir bereits die inhaltliche Ausrichtung des Vereins verantwortet. Das wird auch so bleiben. Aktuell machen wir noch die Arbeit mit, die von Herrn Reitz ausgeführt wurde“, erläutert Susanne Künschner. So soll die Leerstelle, die durch das Ausscheiden des vor allem betriebswirtschaftlich orientierten Vorstandsvorsitzenden entsteht, keine Auswirkungen auf die tägliche Arbeit haben. Die Stelle soll schnellstmöglich besetzt werden. „Wir freuen uns auf Bewerbungen“, sagt Resch.

Zum 50. Bestehen umbenannt

Bis Juli 2023 hieß Mevesta noch Verein für Jugendhilfe. Der Verein besteht seit mehr als 50 Jahren und hat seinen Sitz in der Böblinger Talstraße. Er ist in den Bereichen der ambulanten und stationären Jugend- sowie in der Suchthilfe kreisweit aktiv. Er unterhält außerdem Projekte der Demokratiebildung.

In den vergangenen Jahren hatte es vor allem in der mobilen Jugendarbeit hinter den Kulissen geknirscht. Einige Sozialarbeiter verließen daraufhin den Verein.