Die Polizei wurde in Weil der Stadt zu einem kuriosen Fall gerufen Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Ein 36-jähriger Mann prallt in eine Leitplanke, fährt mit dem beschädigten Mercedes aber weiter. Kurze Zeit später wird der Mann und sein auf einem Parkplatz versteckten Unfallwagen von der Polizei aufgefunden.

Weil der Stadt - Ein 38-jähriger Mercedes-Fahrer hat am Mittwoch in Weil der Stadt für einen durchaus kuriosen Fall gesorgt. Eine 67-jährige Zeugin meldete gegen 18.35 Uhr ein Fahrzeug mit starken Beschädigungen an Front und Heck, welches mit hoher Geschwindigkeit über einen Feldweg zwischen Hausen und Münklingen fahren würde. Zeitgleich teilte eine weitere Anruferin eine Unfallstelle auf der Landesstraße 1182 mit. Die Unfallstelle befand sich in einem Waldstück zwischen einer starken Linkskurve und dem Ortsschild Hausen. Offensichtlich war dort ein Auto in Fahrtrichtung Hausen mit der Leitplanke auf der linken Seite kollidiert. An der Unfallstelle lagen Fahrzeugteile und ein Kennzeichen auf der Fahrbahn.

Noch während den Fahndungsmaßnahmen teilte die Zeugin gegen 19.20 Uhr mit, dass der vermutliche Fahrer des Unfallwagens im Bereich eines Sportplatzes in einen VW Polo eingestiegen sei. Dort konnte gegen 19.40 Uhr auch das Unfallfahrzeug, ein Mercedes, versteckt aufgefunden werden. Die Einsatzkräfte erwarteten den 61-jährigen Polo-Fahrer bereits an seiner Wohnung, als dieser mit dem mutmaßlichen Unfallfahrer auf dem Beifahrersitz vorgefahren kam. Ein Atemalkoholtest bestätigte: Der Tatverdächtige war mit einem Wert von etwa zwei Promille stark betrunken. Die Unfallstelle musste abgesichert und gereinigt werden. Am Mercedes und den Verkehrseinrichtungen entstand ein Schaden von etwa 10 000 Euro. Der Unfallwagen wurde abgeschleppt. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein des 36-Jährigen.

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