Nicht besonders beliebt: Mobile Blitzanlagen (Symbolbild). Foto: Gottfried Stoppel

Mitarbeiter der Stadt Schorndorf stellen eine mobile Blitzanlage auf. Als sie kurz darauf nach dem Gerät sehen, machen sie eine ekelhafte Entdeckung. Die Polizei hat schon einen Verdacht, in welchem Umfeld sie nach dem Täter suchen muss.

Schorndorf - Am Samstag hat ein Unbekannter in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) einen abgehackten Schweinskopf auf einem mobilen Blitzgerät abgelegt. Laut der Polizei hatten Mitarbeiter der Stadt am Vormittag beim Friedhof im Stadtteil Schornbach eine Blitzkontrolle durchgeführt. Zwischen 9.15 und 9.30 Uhr muss jemand den Schweinskopf auf dem Blitzgerät drapiert haben.

Dass dies nicht sofort bemerkt wurde, ist nicht verwunderlich: Laut einem Polizeisprecher muss zwischen dem Blitzgerät und dem Fahrzeug, in dem die Bediener sitzen, kein direkter Sichtkontakt bestehen. „Die Funktion des Blitzers war durch den Schweinskopf auch nicht beeinträchtigt“, so der Sprecher.

War der Täter womöglich ein Jäger?

Die Polizei hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Nun sind auf Blitzern abgelegte Schweinsköpfe nicht gerade alltäglich – und für die Ermittler stellt sich die Frage, welchen Straftandbestand es überhaupt erfüllt. Zunächst ermittelt sie daher wegen „unerlaubter Entsorgung von Tierabfällen“ – einem Delikt, das sonst eher das Veterinäramt interessiert.

Es gibt allerdings schon eine Vermutung, in welchem Umfeld der Täter zu finden ist. Denn der gehäutete Kopf gehörte einst einem Wildschwein – gut möglich also, dass ein Jäger den Kadaverteil auf den Blitzer gelegt hat. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise an die Telefonnummer 0 71 81/20 40.

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