Die Polizei sucht nach Zeugen eines Vorfalls, der sich am Donnerstag in Bietigheim-Bissingen ereignet hat. Foto: picture alliance/dpa/Lino Mirgeler

Auf einer Straße im Kreis Ludwigsburg kommt es am Donnerstag zu einer filmreifen Szene. Während eines Streits zückt ein junger Mann eine Waffe und richtet sie auf einen Motorradfahrer. Der ist davon aber wenig beeindruckt.

Bietigheim-Bissingen - Ein Autofahrer hat am Donnerstag am helllichten Tag mitten auf einer Straße in Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) eine Waffe gezogen und aus seinem Kleinwagen heraus einen Motorradfahrer bedroht. Wie die Polizei mitteilt, war es im zäh fließenden Verkehr zu einem Wortgefecht zwischen dem Zweiradfahrer und dem 20-jährigen Autofahrer gekommen.

Die Diskussion wurde immer hitziger, ein Wort gab das andere. Plötzlich griff der Autofahrer ins Handschuhfach seines Wagens, zog eine Waffe heraus und richtete sie auf den 62-Jährigen. Der Motorradfahrer – offenbar wenig beeindruckt von der Situation – versuchte seinen Kontrahenten, der weitergefahren war, nochmals zum Anhalten zu bewegen. Weil das nicht klappte, machte sich der 62-Jährige schnurstracks auf den Weg zur Polizei.

Der Waffenbesitzer erzählt eine andere Geschichte

Beamte fanden die Waffe im Auto des 20-Jährigen, es stellte sich heraus, dass es eine Schreckschusspistole war. Der Waffenbesitzer stellte die Situation allerdings anders dar. Er habe den Motorradfahrer nicht bedroht, sondern die Pistole nur aus Angst neben sich gelegt. Zu dem Streit war es laut Polizei gekommen, weil der 20-Jährige auf der B 27 wohl über eine rote Ampel gefahren war. Der 62-Jährige wollte ihn deshalb zur Rede stellen, daraufhin kam es zu der filmreifen Szene.

Die Polizei sucht nun Zeugen. Insbesondere bittet sie den Fahrer eines weißen SUV, der zuvor gemeinsam mit dem Motorradfahrer an der Ampel auf der Auwiesenbrücke gewartet hatte, sich zu melden. Hinweise nimmt das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Telefonnummer 0 71 42 / 40 50, entgegen.

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