Im Vogelpark Neureut in Karlsruhe sind Trauerschwäne an der Vogelgrippe gestorben. Foto: MünsterView

Fast schien die Vogelgrippe im Land schon überstanden. Doch jetzt wurden in einem Karlsruher Vogelpark tote Trauerschwäne gefunden. Müssen dort jetzt alle Vögel sterben?

Karlsruhe - Zehn Tage nach dem Auslaufen des landesweiten Verbots der Freilandhaltung von Geflügel ist die Vogelgrippe nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. Im Vogelpark Neureut im Karlsruher Norden sei das hoch anstreckende H5N8-Virus bei zwei toten Trauerschwänen diagnostiziert worden, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Bei drei weiteren verendeten Schwänen seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen.

Alle erforderlichen tierseuchenrechtlichen Maßnahmen seien bereits ergriffen. Der von einem privaten Verein geführte und vor allem bei Kindern beliebte Park wurde geschlossen. Weil es sich um Wildtiere handele, sei eine Massenkeulung vorerst aber wohl nicht notwendig, sagte die Sprecherin. „Wir beobachten das genau.“ Nach wie vor seien in Baden-Württemberg keine Geflügelfarmen von der gefährlichen Tierseuche betroffen.

In den vergangenen Wochen waren keine Neuerkrankungen im Land mehr festgestellt worden. Seit dem 1. Februar galt das Verbot der Freilandhaltung deshalb nur noch am Bodensee, entlang der großen Flüsse und in einigen Geflügel reichen Kreisen. Der Raum Karlsruhe gehörte nicht dazu. Nun wurde auch der Umkreis von drei Kilometern um den Vogelpark Neureut zum Sperrbezirk erklärt. Davon soll laut Ministerium ein größerer Geflügelbetrieb betroffen sein.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: