Wenn Deutschlands bekanntester Virologe Christian Drosten die Coronapandemie für beendet erklärt, kann man erleichtert durchatmen – sich aber keinesfalls bequem zurücklehnen, meint Bernhard Walker.
Lange hat man nichts von Christian Drosten gehört. Dabei war er zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 der bekannteste Erklärer des damals neuen und beunruhigenden Geschehens. Umso mehr lässt es aufhorchen, wenn der Virologe sagt, die Pandemie sei vorbei. Tatsächlich gibt es in Deutschland kaum jemanden, der nicht damit in Kontakt gekommen ist – sei es als Geimpfter oder Genesener. Die Grundimmunisierung ist da und würde nur schwächer, wenn eine Mutante den Schutz aushebelte. Damit rechnet Drosten nicht, was nicht heißt, dass sie nie mehr kommen kann.
Das Schlimmste ist vorbei, meint Drosten
Trotzdem macht Drostens Wort vom Ende der Pandemie Hoffnung. Wenn er meint, dass das Schlimmste vorbei ist, kann man erleichtert durchatmen – sich aber keinesfalls bequem zurücklehnen. Schließlich ist Corona eine weltweite Pandemie, die aktuell in China massiv wütet und so vielleicht doch gefährliche Mutanten schafft. Was wichtig bleibt: Hilfe für Long-Covid-Kranke sowie für Kinder und Jugendliche, deren Bildungschancen unter den Schulschließungen gelitten haben, und Wachsamkeit der Staatengemeinschaft, um bei neuen Pandemiegefahren rasch und konsequent zu handeln.