Der Trauerzug bringt die Särge der Opfer des Vierfachmorde zum Gottesdienst in die Kirche. Foto: dpa

Zehn Jahre nach dem Vierfachmord von Eislingen ist einer der beiden Schützen noch vor Ende der eigentlichen Haftzeit aus dem Gefängnis entlassen worden.

Eislingen/Ulm - Zehn Jahre nach dem Vierfachmord von Eislingen (Kreis Göppingen) ist einer der beiden verurteilten Täter wieder auf freiem Fuß. Frederik B., dessen Haftstrafe jetzt ausläuft, ist bereits aus dem Gefängnis freigelassen worden. Das bestätigte der Ulmer Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger unserer Zeitung und sagte, man habe die Hoffnung auf eine mögliche Resozialisierung nicht aufgegeben.

Vor zehn Jahren erschoss der damals 18 Jahre alte Wirtschaftsgymnasiast Andreas H. in Eislingen seine Eltern und seine beiden Schwestern gemeinsam mit seinem 19-jährigen Freund und Mitschüler Frederik B. Die beiden jungen Männer hatten erst die zwei älteren Schwestern und nach Mitternacht die Eltern umgebracht, als diese aus einer Gaststätte heimkehrten.

Das Ulmer Landgericht verurteilte die Täter zu den höchst möglichen Strafen: Der heute 29-jährige Sohn der getöteten Familie musste lebenslang wegen Mordes hinter Gitter, sein Freund erhielt eine Jugendstrafe von zehn Jahren. Das Gericht nahm als Motiv für die Tat an, dass die Täter an das Geld der Eltern von Andreas H. gelangen wollten.

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