Wird bei den Frauen des VfB Stuttgart in den nächsten Tagen noch gejubelt? Foto: Baumann

Die Oberligafrauen des VfB Stuttgart haben den Aufstieg verpasst. Zwei andere Teams haben aber noch Chancen auf den Sprung nach oben.

Das große Ziel, der Sprung der Fußballerinnen des VfB Stuttgart in die Regionalliga, ist verpasst worden. Auch aufgrund zahlreicher schwerer Verletzungen während der abgelaufenen Saison ist das Team von Trainer Heiko Gerber am Ende lediglich Zweiter hinter dem TSV Neuenstein geworden. Da es in der Oberliga für den Zweitplatzierten keine Aufstiegsmöglichkeit gibt, bedeutet das: Der VfB tritt mit seiner ersten Frauenmannschaft ein weiteres Jahr in der vierten Liga an. Aber: Ganz ohne Aufstieg muss die Saison deshalb nicht enden für die weiß-roten Kickerinnen.

 

In den nächsten Tagen gibt es gleich zwei Möglichkeiten, nach oben zu kommen. Eine davon haben die Fußballerinnen des VfB II. Auch dieses Team war am Ende der regulären Saison auf dem zweiten Platz gelandet. In der Landesliga ergibt sich daraus aber die Qualifikation für die Relegation. Am kommenden Sonntag (15 Uhr) findet beim TSV Sondelfingen das erste Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga statt.

Wird diese erste Partie gewonnen, geht es am 25. Juni (15 Uhr) gegen den FV 09 Nürtingen endgültig um den Aufstieg der Mannschaft der beiden Trainer Alexander Hofstetter und Nikolai Pozorski. „Die zweite Mannschaft in der Verbandsliga würde uns mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft gut tun“, sagt Lisa Lang, die Teammanagerin der Frauen beim VfB, „zum Beispiel, wenn Spielerinnen nach Verletzungen wieder herangeführt werden müssen oder generell Spielpraxis sammeln sollen.“

Der Titel genügt nicht für den Aufstieg

Nicht minder wertvoll wäre für sie ein Aufstieg der U-17-Juniorinnen. In dieser Altersklasse hat das VfB-Team souverän die Meisterschaft gewonnen, der Titelgewinn steht bereits vor den abschließenden Saisonspielen fest. Allerdings: In der Verbandsstaffel bedeutet Platz eins nicht automatisch den Sprung nach oben. Nach den sportlich bedeutungslosen letzten beiden Saisonspielen muss das Team von Vanessa Freier und Patrik Recknagel in zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg kämpfen.

Am 1. und am 8. Juli (je 16 Uhr) ist jeweils der SV Unterjesingen der Kontrahent im Rennen um den Startplatz in der Oberliga. Trotz der erreichten Meisterschaft „stehen die zwei wichtigsten Spiele noch an“, sagt Lisa Lang, die betont: „Für unsere Attraktivität im Nachwuchsbereich und auch die spätere Durchlässigkeit zu den Frauen wäre ein Aufstieg sehr wichtig.“ Denn: Im Frauenbereich wurde vor Jahren die Ebene der U-19-Mannschaften abgeschafft.

Der Sprung aus der U 17 zu den Frauen ist ohnehin groß, unterscheidet sich das Spielniveau sehr, wird dieser noch größer.

Zwei Chancen also bleiben, die ambitionierten Pläne des VfB Stuttgart im Frauenfußball zumindest im Unterbau zu untermauern. „Beide Aufstiege wären für unsere Struktur enorm wichtig“, sagt Lisa Lang.