Am Boden: VfB-Profi Cristian Molinaro Foto: Pressefoto Baumann

Wenn es nach VfB-Sportvorstand Fredi Bobic geht, verrichtet Verteidiger Cristian Molinaro seine Arbeit bald woanders. Das Transferfenster öffnet sich im Januar, der VfB wird dem Linksverteidiger keine Steine in den Weg legen.

Stuttgart - Wenn ein Verantwortlicher eines Fußballvereins davon spricht, dass sich ein Spieler professionell verhalte und man klar miteinander umgehe, ist das meist kein gutes Zeichen für den Profi. Bei Cristian Molinaro ist das nicht anders. Denn schon länger geht es beim Italiener nicht mehr um dessen Leistungen auf dem Platz. Sondern nur noch darum, dass er sich als Tribünenhocker nicht hängen lässt – und sich eben, wie VfB-Sportvorstand Fredi Bobic betont, im Trainingsalltag professionell und anständig verhält: „Er macht seinen Job.“

Wenn es nach Bobic geht, verrichtet Molinaro seine Arbeit aber bald woanders. Das Transferfenster öffnet sich im Januar, der VfB wird dem Linksverteidiger keine Steine in den Weg legen. Molinaro hat seit längerem keine Perspektive mehr beim Club aus Cannstatt.

Zeichen standen schon im August auf Abschied

Dabei standen die Zeichen bei Cristian Molinaro, dessen Vertrag im Sommer 2014 ausläuft, schon im August auf Abschied. Der Italiener gehört mit einem Jahresgehalt von rund 2,5 Millionen Euro zu den Topverdienern beim VfB – seine Leistungen waren aber schon seit längerem durchwachsen, so dass Fredi Bobic im Sommer grünes Licht für einen Wechsel gab. Der russische Erstligist Kuban Krasnodar gab ein Angebot ab, Bobic willigte ein – doch Molinaro, der nicht nach Russland wollte, lehnte ab. „Wir hätten ihm schon im Sommer keine Steine in den Weg gelegt“, sagt Bobic jetzt, „es ist also nicht immer der Verein, der der böse Bube ist. Der Spieler und der Berater sind jetzt gefordert – es muss also erst einmal wieder ein Angebot da sein.“

Aus dem Umfeld Molinaros ist zu hören, dass es das aber bisher nicht gibt. Den Linksverteidiger zieht es zurück nach Italien – doch es gibt bisher allenfalls loses Interesse einzelner Clubs. Es hat sich eben herumgesprochen, dass sich Molinaro nach starkem Beginn beim VfB im ersten Halbjahr 2010 zu einem Unsicherheitsfaktor in der Abwehr entwickelte und obendrein die meisten Flanken hinters Tor schlug.

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