Der Mittelfeldmann darf bei der 0:2-Niederlage im Pokalduell gegen den 1. FC Köln erstmals in dieser Saison von Beginn an ran – und bringt in Hälfte eins zumindest ein bisschen Struktur ins VfB-Spiel.
Stuttgart - Die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart werden nicht müde, Daniel Didavi zu loben. Für seine Einstellung. Für sein Auftreten. Für seine Rolle in der Kabine. Für seine Leistungen im Training. Alles wichtige Punkte, keine Frage. Nur auf dem Feld hat der Mittelfeldmann zuletzt kaum einmal Spuren hinterlassen. Ob sich das nun ändert? Didavi stand bei der 0:2-Niederlage in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den 1. FC Köln erstmals in dieser Saison in der Startelf, und er machte seine Sache zumindest so gut, dass weitere Einsätze nicht ausgeschlossen sind. Was für Pellegrino Matarazzo keine allzu große Überraschung gewesen sein dürfte.
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Der Trainer war schon am Sonntagabend nach dem 1:1-Remis gegen Union Berlin ziemlich zufrieden mit Daniel Didavi, den er nach 70 Minuten eingewechselt hatte. Er sollte dem Spiel des VfB, der nach der Ampelkarte für Atakan Karazor in Unterzahl agierte, Halt geben. Eine Struktur. Und die Hoffnung, doch noch einen Punkt zu holen. Die Rechnung ging auf, denn Didavi war an der Vorbereitung des Ausgleichstreffers in der letzten Minute der Nachspielzeit durch Wahid Faghir maßgeblich beteiligt. „Dida hat einen guten Job gemacht, das hat mich sehr gefreut“, meinte Matarazzo, „er hat sich diesen Einsatz verdient, denn er trainiert gut, ist bei den Einheiten sehr, sehr präsent.“ Weshalb er nun erstmals wieder eine Chance von Beginn an erhielt.
Ein Stück Spielkultur
Gegen den 1. FC Köln spielte Didavi nicht den klassischen Zehner, wie man es von ihm schon oft gesehen hat, stattdessen war er viel auf den Halbpositionen unterwegs. Er präsentierte sich in der ersten Hälfte enorm laufstark, eroberte viele Bälle und verteilte diese gut, auch immer wieder in die wenigen Lücken, die sich in der Kölner Defensive auftaten. Keine Frage: Dank Didavi kehrte ein Stück der Spielkultur in den VfB-Angriff zurück, die zuletzt gegen Union Berlin schmerzlich vermisst worden war.
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Nach dem Wechsel hatte der Mann mit der Nummer zehn die beste Chance für den VfB – sein Schuss von der Strafraumgrenze ging knapp über die Latte. Ansonsten war von Didavi in der zweiten Hälfte allerdings viel weniger zu sehen, weshalb ihn Coach Matarazzo unmittelbar nach dem 0:1-Rückstand in der 72. Minute auch auswechselte.
Es ist völlig offen, ob und wann der erfahrene Didavi (31) – neben Hamadi Al Ghaddioui (31) der einzige Profi im VfB-Kader, der älter als 30 Jahre ist – weitere Gelegenheiten erhält, seinen Wert fürs Team nicht nur neben, sondern auch auf dem Feld unter Beweis zu stellen. Viel schlechter geworden sind seine Chancen am Mittwoch nicht.