Moritz Leitner schießt manchmal ein bisschen übers Ziel hinaus - Bobic findet das grundsätzlich nicht schlimm Foto: Pressefoto Baumann

 Fredi Bobic richtet einen eindringlichen Appell an die Profis. „Wir müssen geschlossen als Mannschaft auftreten“ sagt er. Zuletzt war das nicht immer der Fall – gegen den FC Augsburg etwa blafften sich Torhüter Sven Ulreich und Mittelfeldmann Moritz Leitner auf dem Platz an.

Stuttgart - Fredi Bobic richtet einen eindringlichen Appell an die Profis. „Wir müssen geschlossen als Mannschaft auftreten“ sagt er. Zuletzt war das nicht immer der Fall – gegen den FC Augsburg etwa blafften sich Torhüter Sven Ulreich und Mittelfeldmann Moritz Leitner auf dem Platz an. „Das ist kein gutes Zeichen“, sagt Bobic zwar – ergänzt aber, „dass jeder in einem gewissen Rahmen so bleiben soll, wie er ist“. Was Bobic meint: Leitner, vom Wesen eher frech, soll sich nicht grundlegend ändern – weil das ganze Team am Ende von seinem Mut und der unbekümmerten Art profitieren könnte.

Dabei ist es ein schmaler Grat, auf dem das Team und der Trainer wandeln. Schon in der vergangenen Trainingswoche sorgte Leitner für Aufsehen, als er mit Martin Harnik aneinandergeriet. Routinier Harnik saß dann aus Leistungsgründen gegen Augsburg nur auf der Tribüne, Jungspund Leitner (21) stand in der Startelf. Solche Maßnahmen sorgen für Diskussionsstoff – weil der Eindruck entstehen konnte, dass nur einer der Streithähne abgestraft wurde. „Es gibt immer Verbesserungspotenzial, was den Teamgeist betrifft“, sagt Fredi Bobic – wenn allerdings wie beim VfB auch noch der Kapitän ausfällt, erschwert das die Sache zusätzlich.

Ohne Christian Gentner jedenfalls, der an einem Muskelfaserriss leidet, droht das Spiel aus den Fugen zu geraten. Die Ordnung ging schon gegen Augsburg nach dem ersten Gegentor verloren, und auch in der Hierarchie entstand ein Vakuum. Es fehlte die ordnende Hand auf dem Platz – auch beim Streit zwischen Ulreich und Leitner. „Wir sitzen alle mit drin im Boot“, sagt Fredi Bobic, „und wir müssen die Dinge klar ansprechen, die uns nicht gefallen haben.“

Klar sei aber auch, dass das Team gegen den FC Bayern und Leverkusen in keinster Weise wie ein Hühnerhaufen auseinandergefallen sei, ergänzt Bobic. Gegen Augsburg war das anders – nun gibt es bei 1899 Hoffenheim die Chance auf Wiedergutmachung.

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