Bernd Wahler versucht immer noch, den VfB Stuttgart nach vorne zu bringen. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart steckt mitten in der Winterpause. Nach einer Hinserie, die mal wieder als verkorkst bezeichnet werden darf. Präsident Bernd Wahler will die Fehler aufarbeiten.

Stuttgart - Seit September 2013 ist Bernd Wahler Präsident beim VfB Stuttgart. Mit viel Euphorie angetreten, ist davon 15 Monate später wenig bis gar nichts mehr übrig. Einzig weil der neue Trainer Huub Stevens aus der vergangenen fünf Spielen acht Punkte mit der Mannschaft holen konnte, steht der VfB aktuell nicht auf einem Abstiegsplatz - und das auch nur wegen der besseren Tordifferenz.

Kurz nach Weihnachten hat sich Bernd Wahler nun in einem Interview mit der "Bild" zu Wort gemeldet und dabei diverse Themen angesprochen.

Bernd Wahler über:

...das schlechte Jahr 2014: „Wir hatten durch die sportliche Situation zu viel Unruhe, um Veränderungen so umzusetzen, wie das geplant war. Ich denke aber, dass wir ein gutes Verständnis haben, warum die Dinge noch so sind wie sie sind. Es ist klar, dass wir noch tiefgreifender ran müssen, um Dinge zu verändern.“

Wahler über die angedachte Aufarbeitung

...die angedachte Aufarbeitung: „Die Aufarbeitung im Sommer war unter den damaligen Voraussetzungen grundsätzlich richtig. Aber wir hätten in einigen Bereichen noch klarer agieren müssen. Das haben wir zuletzt gemacht und auch weitere Konsequenzen gezogen. Aber wir haben noch mehr Felder aufgetan, auf denen wir uns nachhaltig verbessern müssen. Alle müssen noch mehr dem Sport zuarbeiten, nur darum geht es letztendlich. Dafür müssen wir enger zusammenrücken, so wie Huub Stevens das mit der Mannschaft vormacht.“

Wahler über die Vergangenheit

...die Vergangenheit: "In der Vergangenheit war zu viel rein finanziell getrieben. Dadurch, dass der Verein so schnell gewachsen ist, entstand teilweise eine Art Eigenleben in einzelnen Bereichen.“

Wahler über die Grüppchenbildung

...die Grüppchen in der Mannschaft: "Wenn es irgendwo noch Grüppchen gibt, werden wir die auflösen.“

Wahler über Scouting und Kaderplanung

...Scouting und Kaderplanung: "Jochen Schneider hat hier einen Prozess angestoßen. Es findet mehr Austausch und Dialog statt. Wenn die Leute im Scouting zwar scouten, anschließend werden aber einsame Entscheidungen getroffen, dann ist das falsch. Es ist nicht nur wichtig, wie die Leute arbeiten, sondern auch, wie ihre Arbeit integriert wird.“

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