VfB Stuttgart VfB verkauft die viertmeisten Dauerkarten

Von Gregor Preiß 

Ein volles Haus ist beim VfB Stuttgart der Regelfall. Foto: dpa
Ein volles Haus ist beim VfB Stuttgart der Regelfall. Foto: dpa

Nur drei Clubs setzen noch mehr Saisontickets ab. Preislich bewegen sich die Stuttgarter im Bundesliga-Mittelfeld.

Stuttgart - Die Bundesliga ist an vielen Standorten kein Selbstläufer mehr. Das wird nicht erst nach dem desaströsen WM-Aus der deutschen Mannschaft in Russland deutlich. Es hatte sich schon in den Vorjahren angedeutet. Clubs wie der Hamburger SV, Hertha BSC, Mainz 05 und die TSG Hoffenheim haderten mit sinkenden Ticket-Nachfragen. Auch vor der Ende August beginnenden neuen Spielzeit zeichnet sich ab, dass der jahrelange Boom in einigen Stadien seinen Höhepunkt überschritten haben könnte. Aufsteiger Fortuna Düsseldorf etwa hat bislang „nur“ 24 000 Dauerkarten abgesetzt. Fast 7000 weniger als nach dem letzten Bundesliga-Aufstieg 2012.

Nur drei Clubs ziehen mehr

Der VfB Stuttgart kennt diese Probleme (noch) nicht. Dem zuletzt so erfolgreichen Club rennen die Fans nach wie vor die Türen ein. Bei 33 000 Saisontickets wurde der Verkauf in diesem Jahr gestoppt, was eine neue Bestmarke für den VfB darstellt. Damit rangieren die Stuttgarter im ligaweiten Vergleich auf dem vierten Platz. Nur die Fan-Krösusse Borussia Dortmund (55 000), Schalke 04 (44 000) und Bayern München (38 000) verkauften mehr Saison-Abos. Sie haben ihren Verkauf ebenfalls gedeckelt.

Preislich bewegt sich der VfB zur neuen Saison im Bundesliga-Mittelfeld. Der Internet-Blog „Der Übersteiger“ hat die Preislisten der Clubs miteinander verglichen und weist die Stuttgarter als Tabellen-Zehnten aus. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen demnach die Fans von Eintracht Frankfurt, gefolgt vom BVB und dem FC Schalke. Am günstigsten ist das Bundesliga-Vergnügen in Wolfsburg, Hoffenheim und Nürnberg.

Nur die wenigsten Clubs haben gegenüber der Vorsaison aufgeschlagen. Beim VfB fiel die Preiserhöhung moderat aus. 17 Euro kosten die Saisontickets im Schnitt mehr – einen Euro pro Heimspiel also. Begründet werden die gestiegenen Preise mit höheren Veranstaltungs- und Sicherheitsgebühren, für die der Verein aufkommen muss. Darunter fällt auch der VVS-Zuschlag.

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