Silas Katompa Mvumpa kann derzeit nicht an seiner Form arbeiten. Foto: Baumann/Julia Rahn

Der VfB Stuttgart setzt in der Rückrunde auf die Rückkehr lange fehlender Spieler. Doch schon jetzt ist klar: Die Umsetzung dieses Vorhabens wird häufiger gestört, als dem Club lieb sein kann.

Stuttgart - Viel besser hätten die Bedingungen auch in einem Trainingslager an irgendeinem Ort außerhalb von Stuttgart nicht sein können. Das Thermometer zeigte über zehn Grad Celsius, es war trocken, und die Sonne war auch herausgekommen, als sich die Profis des VfB Stuttgart am Sonntagnachmittag zur ersten Einheit des neuen Jahres trafen. Allerdings: Sorglos verlief auch dieser Tag nicht für den Fußball-Bundesligisten.

 

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Vor dem Training am Sonntag absolvierten die Profis des VfB die obligatorischen Corona-Schnelltests. Einer dieser Tests wies – wie schon in der vergangenen Woche bei Silas Katompa Mvumpa – ein nicht eindeutiges Ergebnis auf. Weshalb nun Wahid Faghir auf das Ergebnis der PCR-Testung warten muss, ehe er wieder mit der Mannschaft trainieren kann.

Bei Silas ergab der PCR-Test einen positiven Befund, ist das auch beim jungen Dänen der Fall, wäre Faghir aktuell der fünfte Spieler, der dem VfB derzeit coronabedingt fehlt. Das zeigt: Dem eigentlichen Plan für die Rückrunde hinkt der 16. der Bundesligatabelle schon nach wenigen Tagen hinterher.

Keine Punkte mehr zu verschenken

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beginnt mit dem wichtigen Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth für den VfB die zweite Saisonhälfte. Punkte hat das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo keine mehr zu verschenken, soll es erneut mit dem Klassenverbleib klappen. Doch das, was die Hoffnungen auf Besserung speiste, ist nach wie vor nicht vorhanden: ein kompletter und gesunder Spielerkader.

„Wir freuen uns, dass mehr und mehr Spieler zurückkehren“, sagte zum Jahreswechsel der Sportdirektor Sven Mislintat. Der zwar trotz der derzeitigen positiven Befunde nicht in ein Stimmungstief gefallen ist, weil zumindest keine schwerwiegende Verletzung hinzugekommen ist. Aber optimal läuft der Start in die Rückrunde damit auch nicht. Das zeigt . . .

. . . der Fall Silas Katompa Mvumpa Der Kongolese war nach auskuriertem Kreuzbandriss bereits zu Teileinsätzen in der Vorrunde gekommen. Die kurze Winterpause sollte er einerseits dafür nutzen, formelle Dinge bezüglich seiner Identität zu klären – was bei einem Besuch in seiner Heimat gelang. Zum anderen sollte er seine Fitness weiter steigern, um möglichst schnell ein Kandidat für die Startelf zu sein. „Intensive Läufe“ mussten alle Spieler auf Geheiß von Athletikcoach Oliver Bartlett in der freien Zeit absolvieren. So auch Silas Katompa Mvumpa, der nun aber wieder wichtige Trainingstage verpasst, da er sich in Quarantäne begeben musste. Wann diese endet, kann frühestens zu Beginn dieser Woche mit den entsprechenden Behörden geklärt werden.

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„Tore können wir definitiv gebrauchen“, sagte Mislintat auch – weshalb der erneute Rückschlag für Silas Katompa Mvumpa schmerzt. Schließlich ist auch Sasa Kalajdzic nach seiner Schulterverletzung zwar dem Weg zurück zu früheren Fitnesswerten, aber zum Rückrundenstart wohl noch kein Startelf-Kandidat. Bei Wahid Faghir ist die Lage vorerst unklar, und Omar Marmoush nimmt am Afrika-Cup teil, nicht am Rückrundenstart in der Liga.

. . . der Fall Konstantinos Mavropanos Der Grieche war eine der wenigen Konstanten in einer „komplizierten Hinrunde“ (Mislintat). Der Hüne soll der Abwehrreihe und seinen Vorderleuten weiter Sicherheit geben. Die aber bekamen Mavropanos seit dem letzten Hinrundenspiel noch nicht zu Gesicht. Der Nationalspieler war auf Heimatbesuch, wurde in Griechenland positiv getestet und verbringt dort seitdem seine Quarantäne. Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick.

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Mavropanos kann wohl schon zum Wochenbeginn zurück nach Deutschland reisen. Wann er dann wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist aber noch offen. So oder so ist die Lage in der VfB-Abwehr aber besser als in der Offensive. Waldemar Anton, Hiroki Ito und Marc Kempf befinden sich ganz normal im Training.

. . . der Fall Mateo Klimowicz Der junge Argentinier hat zwar kaum eine seiner zahlreichen Chancen in der Hinrunde genutzt, dennoch schmerzt auch sein Fehlen – weil eben ein weiterer Offensivspieler vorerst nicht mit von der Partie ist. Wie Mavropanos wurde Klimowicz in seiner Heimat positiv getestet, nach wie vor befindet er sich in Argentinien. Im Gegensatz zu seinem griechischen Teamkollegen ist aber wohl erst Ende der Woche mit einer Rückkehr nach Deutschland zu rechnen. Für den Rückrundenauftakt in Fürth käme der offensive Mittelfeldspieler dann nicht mehr infrage.

. . . der Fall Naouirou Ahamada Der Mittelfeldspieler ist ebenfalls kurz vor dem Jahreswechsel positiv getestet worden. Er befindet sich in Deutschland, wie bei Silas Katompa Mvumpa muss nun mit den Behörden abgestimmt werden, wann er wieder zum Team stoßen kann. Immerhin sollen alle derzeit positiv getesteten VfB-Spieler geimpft sein.

„Wenn alle 30, 31 Spieler auf dem Platz sind, ist das eine gute Qualität“, sagte jüngst Sven Mislintat über den Kader. Diesen Zustand hat der VfB wenige Tage vor dem Rückrundenstart noch nicht erreicht. Dennoch spürte der Sportdirektor schon „eine sehr gute Energie“. Auch wenn der eigentliche Plan noch nicht aufgegangen ist.