VfB Stuttgart II Hinkel warnt vor noch mehr Abgängen

Von Jürgen Frey 

Unabhängig vom Fortbestand der Zweiten wird es für Andreas Hinkel  eine Zukunft beim VfB geben. Foto: dpa
Unabhängig vom Fortbestand der Zweiten wird es für Andreas Hinkel eine Zukunft beim VfB geben. Foto: dpa

Andreas Hinkel, dem Trainer von Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart, stehen derzeit nur elf Feldspieler zur Verfügung. „Wir haben derzeit viele verletzte und kranke Spieler, hinzu kommen unsere beiden Abgänge“, sagt Hinkel.

Stuttgart - Das Kleingruppentraining wird im Mannschaftssport immer bedeutender: Andreas Hinkel macht es allerdings unfreiwillig. Dem Trainer von Fußball-Regionalligist VfB Stuttgart stehen derzeit nur elf Feldspieler zur Verfügung. Das für vergangenen Freitag geplante Vorbereitungsspiel beim Grasshopper Club Zürich musste wegen der Personalnot abgesagt werden. „Wir haben derzeit viele verletzte und kranke Spieler, hinzu kommen unsere beiden Abgänge“, sagt Hinkel.

Defensivallrounder Tobias Feisthammel (29) ging zu Ligarivale Stuttgarter Kickers, Torjäger Pascal Breier (25/zwölf Saisontreffer) schloss sich Drittligist Hansa Rostock an. „Als Trainer verzichtet man natürlich ungern auf gute und erfahrene Spieler, sie waren wichtigen Säulen und Führungsspieler in unserer Mannschaft“, sagt Hinkel. Die Abgänge lagen nicht in seiner Hand. Sie hingen mit der unklaren Zukunft der zweiten Mannschaft über die laufende Saison hinaus zusammen.

Ob bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Januar noch mehr Spieler vorzeitig den VfB II verlassen? Weitere Stützen womöglich wie Nicolas Sessa (acht Saisontore) oder Joel Sonora? „Ich kann das nicht ausschließen, aber wir werden natürlich schauen, dass wir wettbewerbsfähig bleiben“, betont Hinkel. In Anbetracht der Personalprobleme wird das Ziel Klassenverbleib kein Selbstläufer. Trotz des Sechs-Punkte-Polsters auf den ersten möglichen Abstiegsplatz, auf dem die Kickers stehen. Das weiß auch Hinkel.

Am 23./24./25. Februar geht es im Derby gegen die Blauen. Tobias Feisthammel wird dann gegen den Verein antreten, für den er 17 Jahre lang spielte. „Eine Klausel, dass ich nicht spielen darf, gibt es nicht“, erklärt der Kickers-Neuzugang. Ihm sei die Lage beim VfB II zu unsicher gewesen, sagt der 29-Jährige zu den Beweggründen für seinen Wechsel: „Keiner konnte sagen, wie es weitergeht.“ Auch Andres Hinkel nicht. Anfang Februar soll die Entscheidung publik werden. Sicher: Im März stehen für den 35-Jährigen die Aufnahmeprüfungen für den DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgang an, für den er sich beworben hat. Unabhängig vom Fortbestand der Zweiten wird es für ihn eine Zukunft beim VfB geben. Wenn er möchte.

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