Daniel Didavi sorgte für das 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Foto: Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sich aus eigener Kraft den Relegationsplatz in der Fußball-Bundesliga gesichert. Das Team von Trainer Nico Willig überzeugte mit einem ungefährdeten Sieg über den VfL Wolfsburg.

Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat das Minimalziel Relegation erreicht und kurz vor dem Ende einer Katastrophensaison zumindest den direkten Abstieg vermieden. Die Schwaben gewannen mit Interimstrainer Nico Willig nach einer keinesfalls durchweg überzeugenden Vorstellung gegen einen erschreckend schwachen VfL Wolfsburg mit 3:0 (1:0), der damit um die Qualifikation für das internationale Geschäft bangen muss.

Routinier Gonzalo Castro (45.+1) gelang der Führungstreffer mit einem Distanzschuss, der vom Innenpfosten ins Tor prallte. Anastasios Donis (55.) erhöhte nach einem Konter auf 2:0, Daniel Didavi (83.) traf zum Endstand. Wolfsburg fand kein Mittel, um die durchaus verwundbare VfB-Defensive zu überwinden.

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Die Stuttgarter erhalten somit die Chance, am 23. und 27. Mai gegen den Tabellendritten der 2. Bundesliga die Rettung noch zu schaffen. Wolfsburg braucht am letzten Spieltag unbedingt einen Sieg, um die Europa League zu erreichen und Trainer Bruno Labbadia einen schönen Abschied zu bescheren.

Insgesamt war das schwäbisch-niedersächsische Duell nichts für Feinschmecker. Beide Mannschaften zeigten nur selten gelungene Kombinationen. Gerade dem VfB steckte lange Zeit die Angst vorm Versagen in den Gliedern, aber der VfL war eben nicht griffig und entschlossen genug, um das auszunutzen.

Stuttgart legt gut los

VfB gegen VfL, das war auch der Vergleich zweier scheidender Trainer. Einerseits Willig, der zur kommenden Saison womöglich vom derzeitigen Kieler Coach Tim Walter ersetzt wird und wieder in den VfB-Nachwuchs rückt. Andererseits Labbadia, einst für eine ganze Weile auch VfB-Trainer, der trotz einer erfolgreichen Spielzeit für den Österreicher Oliver Glasner Platz machen muss.

Vier Änderungen hatte Willig beim VfB im Vergleich zum 1:3 bei Hertha BSC vorgenommen - doch dies fruchtete erst einmal nicht. In der Defensive agierten die Stuttgarter unsicher, die Furcht bestimmte das Handeln. In der Offensive fehlten Präzision und Ideenreichtum - und Pech kam hinzu, denn Schiedsrichter Felix Brych hätte in der 4. Minute auf Elfmeter entscheiden können, wenn nicht müssen.

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VfL-Verteidiger William hatte Nicolas Gonzalez im Strafraum zu Fall gebracht und dabei zunächst den Gegner und dann den Ball getroffen. VfB-Profi Chadrac Akolo (9.) hatte die lange beste Gelegenheit, ehe Wölfe-Mittelfeldakteur Maximilian Arnold (44.) beinahe ein Kunststück gelungen wäre. Aus etwa 60 Metern überraschte er VfB-Torwart Ron-Robert Zieler, der Ball landete jedoch auf dem Netz.

Labbadia versuchte durch die Hereinnahme von Yunus Malli zur zweiten Halbzeit, dem Spiel eine Wende zu geben, doch echte Drangphasen blieben bis in die Schlussphase hinein aus. So geriet der VfB-Sieg nicht mehr in Gefahr.

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