Protestbanner der Stuttgarter Ultras beim Heimspiel gegen Schalke 04. Foto: Pressefoto Baumann

Ultras sind ein wesentlicher Bestandteil der Bundesliga-Kurven. So auch beim VfB Stuttgart, wo mehrere Gruppen rund um das Commando Cannstatt aktiv sind. Die ARD hat für eine Dokumentation mit ihnen gesprochen.

Stuttgart - Die immer weiter fortschreitenden Kommerzialisierung des einstigen Volkssports Fußball, zerstückelte Spieltage, fanunfreundliche Anstoßzeiten, Kollektivstrafen, Stadionverbote, die 50+1-Regelung – es gibt jede Menge Themen, die den Ultras und dem organisierten Teil der Fanszenen sauer aufstoßen oder Sorge bereiten.

Diesen Unmut kommunizieren diese Gruppen mittels konzentrierter Aktionen, Protestbanner oder Choreografien. Gern auch lautstark. Doch so richtig hört ihnen kaum jemand zu. Gesprächsrunden mit Verbands- und Ligaverantwortlichen verlaufen regelmäßig ergebnislos.

Ultras sprechen nur selten mit den Medien

Oft nicht einmal das. Meist spricht man nur über sie, anstatt mit ihnen. Das hat die ARD zu einer Dokumentation veranlasst. Dies ist zudem insofern bemerkenswert, da die Ultras nur selten mit den Medien sprechen. Auch, weil sie diese als Teil des Problems und sich selbst oft nur wenig verstanden sehen.

Für die ARD-Produktion haben sich nun einige führende Köpfe der Szene vor die Kamera getraut – darunter auch die des Commando Cannstatt. Zu sehen gibt es die Dokumentation am Sonntag ab 17.15 Uhr im Ersten. Nach der Ausstrahlung ist die Sendung auch in der ARD-Mediathek abrufbar.

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