Geoffroy Serey Dié beim VfB-Training Foto: Pressefoto Baumann

Neuzugang Serey Dié legt beim VfB einen Blitzstart hin. Am Samstag steht er schon im Kader gegen den TSG Hoffenheim. Ob er Publikumsliebling wird wie zuletzt in Basel?

Stuttgart - Der Neue ist da. Viel ist noch nicht bekannt über Geoffroy Serey Dié (30), aber das wenige macht schon mal Hoffnung, dass der Nationalspieler der Elfenbeinküste die ersehnte Verstärkung für das defensive Mittelfeld des VfB Stuttgart sein kann. „Serey macht einen sehr ehrgeizigen Eindruck“, sagt der Fanbeauftragte Peter Reichert, der Dié am Donnerstag in Basel in Empfang genommen und über Bern nach Stuttgart gefahren hatte. Da blieb genug Zeit zum Plaudern. Publikumsliebling wie zuletzt beim FC Basel wolle er in Stuttgart werden, erzählte Dié, dessen Rufname Serey ist. „Er hat gesagt, dass er dafür viel arbeiten und alles für den VfB geben will“, sagt Reichert.

Diesen Eindruck hat auch Trainer Huub Stevens von dem Afrika-Cup-Gewinner. Am Freitag ließ sich der Neuankömmling von Zeugwart Michael Meusch ausstatten, danach bat das Trainerteam Dié zum Gespräch. Das fiel ebenso positiv aus wie der Eindruck beim Abschlusstraining für die Partie bei der TSG Hoffenheim an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky). Und deshalb legt Dié einen Blitzstart beim VfB hin. Er steht auf Anhieb im Kader – und womöglich auch gleich in der Startelf. „Jetzt ist er mal dabei, alles weitere werden wir dann vor dem Spiel sehen“, sagt Stevens.

Serey Dié ist jedenfalls bereit: „Ich ­freue mich auf den VfB. Die Situation ist schwierig, aber ich bin davon überzeugt, dass wir sie meistern.“ Dié ist fokussiert auf seine neue Aufgabe, da verdrängt er sogar, dass er gleich wieder von seiner Frau und den beiden Töchtern (drei und fünf Jahre) getrennt ist. Wegen des Afrika-Cups hatte er seine Familie zwei Monate lang nicht gesehen, am Donnerstag blieb auch nur eine Stunde Zeit. „Er hat gesagt, die Arbeit geht vor“, sagt Reichert – kein schlechtes Motto im Land der Schaffer.