VfB Stuttgart Der VfB-Sturm erwacht

Von hh 

Sechs Tore in fünf Tagen – die Angriffsmaschinerie des VfB Stuttgart kommt immer besser ins Rollen. Das liegt auch an zwei absoluten Teamplayern.

Stuttgart - Daniel Ginczek verließ den Platz beim Stand von 2:0 gegen den SC Freiburg nicht, ohne seinen Unmut über die Auswechslung vor ausverkauftem Haus in der Mercedes-Benz-Arena gestenreich zur Schau zu stellen. Erst zum zweiten Mal in der Bundesligasaison war der 26-Jährige wie zuvor in der Partie bei Eintracht Frankfurt (1:2) in der Startelf aufgetaucht. Nun musste er nach 67 Minuten für Simon Terodde vom Feld. Das passte Daniel Ginczek zunächst gar nicht, war aber bereits Minuten nach dem Schlusspfiff, als der 3:0-Erfolg über die Breisgauer in trockenen Tüchern war, schon verdaut.

Daniel Ginczek steht sinnbildlich für den Aufschwung

„Wir haben souverän gewonnen, drei Tore geschossen und etwas für unser Selbstvertrauen getan“, sagte Ginczek hinterher. In der 38. Minute war der Angreifer nach einer Hereingabe von Berkay Özcan zur Stelle gewesen – und hatte trocken zum 1:0 vollendet. Es war das erste Bundesliga-Saisontor des Mannes, der mit Knieproblemen so holprig in die Saison gestartet war. Bereits am Mittwoch im Pokal in Kaiserslautern hatte Ginczek vom Elfmeterpunkt zum 1:0 getroffen. Damit steht der „Ginni“ sinnbildlich für den Aufschwung in der Offensive des VfB. Denn der Stuttgarter Sturm ist mit insgesamt sechs Toren binnen fünf Tagen erwacht.

„Die beiden sind ein Team und freuen sich füreinander“, sagte der VfB-Trainer Hannes Wolf über das Binnenverhältnis seiner beiden Stoßstürmer Ginczek und Terodde, der in der 85. Minute handlungsschnell war, einen Schuss von Santiago Ascacibar annahm und ihn in Torjägermanier zum 3:0-Endstand versenkte. „Daniel und Simon haben sich nach Schlusspfiff gegenseitig beglückwünscht“, erklärte Wolf: „Wer von beiden anfängt, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir am Ende gewinnen.“

Simon Terodde nimmt die ungewohnte Rolle an

Und so erweist sich gerade Simon Terodde als großer Teamplayer. Mit 25 Saisontoren war er in der vergangenen Zweitligasaison ein wesentlicher Baustein für den Aufstieg des VfB. Auf der Reservebank saß der große Blonde dabei so gut wie nie. Doch Terodde nimmt die ungewohnte Rolle an. „Ich habe immer gesagt, dass ich für Daniel auch mal Platz machen werde, wenn es bei ihm läuft“, sagte Terodde. Die nächste Chance für den VfB-Sturm, den bisher neun erzielten Bundesliga-Toren weitere hinzu zu fügen, bietet sich nun am Samstag (15.30 Uhr) beim Gastspiel beim Hamburger SV. Dann tritt der VfB im Volksparkstadion am elften Spieltag der Fußball-Bundesliga beim Drittletzten der Liga an, der mit bereits 17 Gegentoren über alles andere als eine sattelfeste Abwehr verfügt.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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