Die Ultra-Gruppierung Commando Cannstatt reist nicht zum VfB-Spiel in Bremen Foto: Baumann

Die Anhänger des VfB Stuttgart rufen zum Boykott des Bundesligaspiels bei Werder Bremen auf. Grund ist die Ansetzung auf einen Montagabend (2. Mai). Trainer Jürgen Kramny bedauert die Entscheidung, er versteht die Fans aber auch.

Stuttgart - Die Aufregung ist schon seit zwei Wochen groß. Seit die Deutsche Fußball-Liga (DFL) das Bundesligaspiel des VfB Stuttgart bei Werder Bremen auf den 2. Mai angesetzt hat – einen Montagabend. Nun reagiert das Commando Cannstatt: Die Ultra-Gruppierung boykottiert die Partie und appelliert an alle anderen VfB-Anhänger, dem Spiel ebenfalls fernzubleiben. „Die Cannstatter Kurve hat auf einem Fanszene-Treffen gemeinsam beschlossen, das Montag-Spiel in Bremen nicht zu besuchen und keine organisierten Anreisen anzubieten. Wir sagen Nein zu Montag-Spielen“, heißt es auf der Homepage der Ultras. Man fordere „alle VfB-Fans auf, sich dem Boykott in Bremen im Falle eines Montag-Spiels anzuschließen.“ Zumindest theoretisch kann die Partie noch am angestammten Samstag (30. April) stattfinden – falls der VfL Wolfsburg im Viertelfinale der Champions League ausscheidet und Borussia Dortmund in der Europa League weiterkommt.

Trainer Jürgen Kramny („Wir alle sind mit der Ansetzung nicht zufrieden“) kann „die Fans verstehen“. Um die 650 Kilometer hin und zurück unter der Woche zu bewältigen, müssen die Anhänger zwei Tage freinehmen, von den Kosten ganz zu schweigen. Ohnehin wähnen sie hinter dem Montags­termin einen versuchsweisen Vorgriff der DFL auf die Saison 2017/18. Aus Gründen der besseren TV-Vermarktung sind dann fünf feste Montagsspiele geplant. Die DFL begründet die Ansetzung des Bremen-Spiels mit dem 1. Mai und der Bitte der Polizei, an diesem Tag wegen der hohen Belastung der Beamten keine Fußballspiele anzusetzen.

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